Inhaltsangabe: Headhunter von Jo Nesbo


Inhalt
Der 35 Jahre alte Roger Brown war der beste Headhunter in ganz Norwegen. Doch was niemand wusste, er spielte ein falsches Spiel. Zusammen mit Ove Kjikerud, den er als Wachleiter in einer Sicherheitsfirma eingeschleust hatte, spezialisierte sich Brown auf Kunstdiebstähle bei seinen Kunden. So verdiente er genügend Geld, um seiner Frau ein gutes Leben zu bieten, denn das musste er, da er ihr ihren grössten Wunsch, ein Kind, verweigerte. 
Bald einmal trat Clas Greve, ein ehemaliger Spezialagent des holländischen Militärs, auf den Plan. Diana, die Frau von Brown, hatte Greve ihrem Mann empfohlen. Dieser war sofort begeistert von den Qualitäten des ehemaligen Geschäftsführers von HOTE, einer GPS-Firma, die von Amerikanern übernommen wurde. Er vermittelte Greve an die Firma Pathfinder, eine Konkurrenzfirma von HOTE. Bei den Gesprächen bekam Brown die Information, dass Greve ein verschollenes Gemälde von Ruben in seiner Sammlung hatte, was den Kunstdieb in ihm sofort zum Leben erweckte.
Als er das Gemälde gestohlen hatte, wollte er noch am Tatort seine Frau anrufen, doch ihr Natel klingelte in der Wohnung von Greve - sie hatte ihn mit Greve betrogen. Aus lauter Wut ging Brown zu Lotte Madsen, seiner Geliebten, zu der er eigentlich den Kontakt abgebrochen hatte. Doch nun war ihm das egal.
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Rezension: Headhunter von Jo Nesbo


"Headhunter" ist der erste Thriller, den ich vom Norwegischen Erfolgsautoren Jo Nesbo gelesen habe. Trotz den vielen positiven Kritiken, die ich über ihn gelesen hatte, muss ich sagen, dass "Headhunter" eine Enttäuschung war. 


Roger Brown ist der beste Headhunter Norwegens und weiss dies zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Er positioniert seine Leute so, dass er selber davon profitiert. Er spielt also ein doppeltes Spiel, denn niemand weiss, dass er Gemälde seiner Kunden klaut, damit er sich und seiner Frau Diana ein besseres Leben ermöglicht. Mit dem Auftauchen des Holländers Clas Greve kommt Brown mit seinen kriminellen Machenschaften in grosse Probleme. Es kommt zum Duell zwischen Greve und Brown, bei welchem bis zum Schluss nicht klar ist, wer als Sieger hervorgehen wird. 

An den Haaren herbeigezogen
Diese Grundidee hört sich eigentlich nicht schlecht an, doch die Umsetzung war dann doch mangelhaft. Lange Zeit vermag die Spannung nicht so recht aufzukommen und in der Folge wird diese durch das Unrealistische dann auch schnell wieder zerstört. Es gibt zu viele Ungereimtheiten in der Erzählung und auch gewissen Handlungen wirken an den Haaren herbeigezogen und völlig übertrieben, so dass mir teilweise nichts anderes als ein Kopfschütteln blieb.
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"Deutschsprachige Literatur" erstrahlt in neuem Glanz

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

Pünktlich zur Weihnacht ist das neue Design für diesen Blog online gegangen. Ich habe versucht, ein modernes und elegantes, aber trotzdem immer noch funktionales Design zu erstellen, welches alle bisher bekannten Funktionen noch immer beinhaltet. Es gibt noch einige kleine Details, die es zu verbessern gilt, aber im Grossen und Ganzen ist die Arbeit beendet.
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Inhaltsangabe: Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier


Inhalt


Der Altphilologe Raimund Gregorius traf eines morgens per Zufall eine Portugiesin auf seinem Arbeitsweg. Sie stand auf einer Brücke und er hatte das Gefühl, dass sie sich runter stürzen wolle. Er hielt sie davon ab und kam mit ihr ins Gespräch. Es war dies ein Schlüsselerlebnis in seinem Leben, denn er war sofort fasziniert von dieser Frau und vor allem auch von der Portugiesischen Sprache. So liess er alles stehen und liegen, lief mitten aus dem Unterricht heraus und kaufte sich mehrere portugiesische Bücher. Eines davon war von Amadeu Inacio de Prado. Er war gefesselt von diesem Buch und die Texte darin berührten ihn so sehr, dass er sich noch am selben Abend in den Zug nach Lissabon setzte, um diesen Mann zu finden.

In Lissabon angekommen, erkannte er, dass Prado bereits tot war. Er machte sich aber trotzdem auf die Suche nach Spuren aus dessen Leben und dank dem autobiografischen Buch von Prado wurde er in Lissabon fündig. Folgende Geschichte hat sich bei seinen Nachforschungen ergeben:

Amadeu Inacio de Prado war der Sohn eines Portugiesischen Richters gewesen, der an der Bechterew Krankheit litt. Durch diese Krankheit und die daraus resultierende Strenge des Vaters, war das Verhältnis zwischen den beiden schwierig, obwohl sie eigentlich eine grosse Bewunderung für einander hegten.
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Rezension: Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier


"Nachtzug nach Lissabon" ist das Werk des Schweizer Autoren Pascal Mercier (mit richtigem Namen Peter Bieri), welches viel Lob von allen Seiten geerntet hat - nicht unverdient wie ich finde. 


Raimund Gregorius ist Lehrer für Latein und Griechisch an einem Gymnasium in Bern. Eines Tages bricht der ansonsten stets zuverlässige und ziemlich unspektakuläre 57-jährige Mann nach Lissabon auf und macht sich auf die Suche nach einem bereits verstorbenen Autoren. Er konstruiert dessen Leben an Hand eines von ihm verfassten Buches nach, spricht mit den noch lebenden Akteuren im Werk und begibt sich so auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei taucht Gregorius und somit auch der Leser in die Welt der Portugiesischen Diktatur und deren Widerstand, sowie auch in die Welt der Philosophie und der fundamentalen Fragen des Lebens ein. 

Montage par excellence
Bei diesem Werk ist der Aufbau sehr speziell, da es mehrere Handlungsebenen gibt. Zum Einen gibt es Gregorius, der sich im Hier und Jetzt auf eine Reise nach Lissabon begibt. Zum Anderen gibt es die Geschichte des bereits verstorbenen Amadeu Inacio de Prado, dem Autor des Werks, welches Gregorius zur Reise nach Lissabon verleitete.
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Inhaltsangabe: Axolotl Roadkill von Helene Hegemann


Inhalt
Mifti war 16 Jahre alt und lebte in Berlin zusammen mit ihren Geschwistern Annika und Edmond. Ihr Vater lebte seit dem Tod ihrer alkoholkranken Mutter zusammen mit seiner Freundin in einer Wohnung, arbeitet im Kulturbereich und kümmert sich nicht um seine Kinder. Mifti hatte vor allem grosse Probleme damit, den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Sie befand sich in einer schwierigen Phase und versuchte dabei krankhaft, nicht erwachsen zu werden. Die Schule hatte sie abgebrochen und trieb nun einfach so durchs Leben, ohne Ziel und ohne Plan. Um ihre Probleme zu verarbeiten, schrieb Mifti regelmässig in ihr Tagebuch. Oftmals thematisiert sie dabei den Tod ihrer Mutter und die wenigen Erinnerungen, die sie damit verband. Als Leser kommt man so bald einmal zum Schluss, dass der Tod der Mutter der Auslöser für das verkorkste Leben von Mifti ist. 
Inhaltlich betrachtet, ist kein roter Faden zu erkennen in diesem Werk, es sind eher aus dem Kontext gerissene Szenen aus dem Leben der 16-Jährigen. Mifti kam von einer Party zur nächsten, von einem Alkoholexzess in den anderen und schien die ganze Zeit über mit irgendwelchen Drogen zugedröhnt zu sein. Mal befand sie sich in einem Club, mal auf einer Hochzeit, mal bei ihrer besten Freundin Ophelia und dann wieder zu Hause bei Annika und Edmond. Doch die Erlebnisse, Schilderungen und Aktionen wiederholten sich regelmässig. Es waren die Themen Sex, Drogen und Alkohol, die das Leben von Mifti prägten.
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Rezension: Axolotl Roadkill von Helene Hegemann


"Axolotl roadkill" ist der erste, viel gelobte Roman der jungen Deutschen Helene Hegemann. Ich habe ihn nun auch gelesen und er hat bei mir eine geteilte Meinung hinterlassen.

Die Geschichte handelt von der 16-jährigen Mifti, die in Berlin lebt, die Schule abgebrochen hat und unter dem Verlust ihrer alkoholkranken Mutter leidet. Sie lebt zusammen mit ihren Geschwistern und rennt von einem Drogenexzess zum nächsten, von einem sexuellen Abenteur zum anderen und verliert so jeglichen Bezug zur Realität.

Kein roter Faden ersichtlich
Es war stets sehr schwer der Handlung zu folgen und zu verstehen, was Mifti gerade wiederfuhr, denn die Geschichte hat keinen roten Faden. Es ist eine Aneinanderreihung von verschiedenen Episoden aus dem Leben von Mifti, die in keiner erkenntlichen Reihenfolge erzählt werden. Es ist auch keine Entwicklung in der Figur von Mifti festzustellen, was es noch schwerer macht, einen Zusammenhang zu erkennen. Auch sonst ist das gesamte Werk eher als Momentaufnahme zu betrachten, denn als Erzählung.

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Rezension: Der letzte Weynfeldt von Martin Suter


"Der letzte Weynfeldt" ist ein weiteres Werk des Schweizer Autoren Martin Suter, welches mich jedoch nicht gleichermassen überzeugen konnte, wie beispielsweise "small world". Dafür war die Story zu sehr an den Haaren herbeigezogen. 


Der aus gutem Hause stammende Auktionator und Kunstexperte Adrian Weynfeldt führt ein stinknormales Leben ohne spezielle Vorkommnisse. Er hat einen grossen Freundeskreis, worin sich jedoch kaum echte Freunde befinden. Viele von ihnen sind nur da, weil sie von ihm finanziell abhängig sind. Weynfeldt verfügt über ein grosses Vermögen und ist sich nicht zu schade, anderen ohne Gegenleistung unter die Arme zu greifen. Diese naive Grundhaltung ist es auch, die Lorena Steiner auszunutzen versucht. 

Gelungene Hauptcharaktere
Lorena Steiner, ein etwas in die Jahre gekommenes Ex-Model, hat erkannt, dass Weynfeldt im Geld zu schwimmen scheint. Da sie in grossen finanziellen Problemen steckt, nutzt sie ihn zusammen mit dem Verkäufer Theo Pedroni nach Strich und Faden aus. Weynfeldt merkt dies, doch er ist zu sehr verliebt in Lorena und hofft bis zum Schluss, dass sie nichts mit der Sache zu tun hat. Umso erleichterter ist er dann am Ende, als sie ein Geständnis ablegt und er ihr verzeihen kann. 
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Inhaltsangabe: Der letzte Weynfeldt von Martin Suter


Inhalt
Adrian Weynfeldt, Mitte 50, arbeitete als Auktionator und verfügte über ein grosses Fachwissen im Bereich der Schweizer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. In seinem Leben gab es kaum Abwechslung und alles verlief nach einem fixen Muster. Eines Abends machte er jedoch Bekanntschaft mit Lorena Steiner, die gleich am ersten Abend mit ihm nach Hause kam. Als Weynfeldt jedoch erwachte, war Lorena nicht mehr bei ihm - sie war auf dem Balkon, bereit sich das Leben zu nehmen. Weynfeldt konnte sie gerade noch davon abhalten. 
In der Folge hörte Weynfeldt nichts mehr von ihr und sein Leben nahm den gewohnten Lauf. Er traf sich mit seinen beiden Freundeskreisen, denjenigen mit den Freunden seiner Eltern, die alle wesentlich älter sind als er, und andererseits mit den jüngeren Freunden, die alle finanziell von ihm abhängig sind. Weynfeldt half all seinen Freunden, wo er nur konnte und wollte dafür keine Gegenleistung. Er war extrem bescheiden und wollte kein grosses Aufhaben um seine Person haben.
Einer seiner älteren Freunde, Klaus Baier, steckte in finanziellen Problemen. Immer wieder hatte sich der Kunstliebhaber in den Bankrott gewirtschaftet und sich nur mit dem Verkauf seiner Kunstwerke über Wasser halten können. Diesmal war das Problem jedoch schwerwiegender und seine einzige Chance war es, sein geliebtes Gemälde "la salamandre" von Valloton an Weynfeldt zu verkaufen.
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Update: Werbung und Struktur

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

Diesen Blog gibt es nun bereits seit beinahe sieben Monaten und in dieser Zeit hat sich einiges getan. Nicht nur das Design hat einige Male geändert, sondern auch das Layout und die Darstellungsform meiner Beiträge. Im Update von heute habe ich versucht, die Rezensionstexte durch Hervorhebungen und Zwischentitel noch klarer zu strukturieren und damit für eine noch bessere Verständlichkeit zu sorgen. 
Nicht nur der Inhalt und die Darstellung des Blogs haben sich in den vergangenen Monaten geändert, sondern auch die Besucherzahlen haben sich entwickelt. In den letzten Tagen erreichten diese erstmals regelmässig die 100er-Marke, worüber ich mich natürlich sehr freue. 
Dieser Besucheraufschwung bietet natürlich auch neue Möglichkeiten, unter anderem im Bereich der Werbung. Wie Sie vielleicht festgestellt haben, befindet sich seit heute in jedem Beitrag ein Kauflink zu amazon.de für das im Beitrag behandelte Werk. Sobald sich geeignete Interessenten gemeldet haben, werde ich auch Linktexte verkaufen. Ich habe mich zu diesem Schritt der "Monetariserung" entschieden, da ich finde, dass sie einen Mehrwert für den Blog darstellt. Der Besucher erhält so die Möglichkeit, das vorgestellte Produkt zu erwerben oder sich zu einem bestimmten Begriff noch mehr Wissen anzueignen. Natürlich werde ich darauf achten, dass die Werbung themenrelevant ist und nicht störend wirkt. 
Ich hoffe, dass Ihnen das neue Update gefällt und ich sie bald wieder auf www.deutschsprachige-literatur.blogspot.com begrüssen darf!

fba
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Rezension: Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque

"Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ist eines der wohl erfolgreichsten Werke aller Zeiten und eigentlich in jedem Schulunterricht eine Pflichtlektüre. Absolut zu recht wie ich finde, denn so direkt und unverfälscht habe ich noch nie über den Ersten Weltkrieg gelesen. 

Paul Bäumer und seine Kameraden melden sich freiwillig bei der Bundeswehr und gehen dabei bereits in der zehnwöchigen Rekrutenschule durch die Hölle. Doch dies ist noch gar nichts im Vergleich mit dem, was die 20-Jährigen an der Front erwartet. 

Eine heimatlose Generation
Paul steht stellvertretend für eine ganze Generation von Jugendlichen in Deutschland, die durch den Krieg heimatlos wurde. Von ihren Familien haben sie sich distanziert, ihre Träume und Ideale wurden durch den Krieg zerstört und einen Beruf, eine Frau oder gar eine eigene Familie haben die wenigsten - sie sind vom Krieg entwurzelt worden. Passend dazu folgende Textstelle: "Krieg hinterlässt tiefe seelische Wunden: Wir sind verlassen wie Kinder und erfahren wie alte Leute, wir sind roh und traurig und oberflächlich - ich glaube, wir sind verloren."
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Inhaltsangabe: Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque

Inhalt
Paul Bäumer geht, wie viele andere aus seiner Klasse auch, freiwillig zur deutschen Reichswehr und lässt sich für den Einsatz im Ersten Weltkrieg ausbilden. Sie alle melden sich aufgrund ihres Klassenlehrers Kantorek, der sie mit seinen patriotischen Motivationsreden überzeugen konnte, beim Bund. 
Ausgebildet werden sie alle von Unteroffizier Himmelstoss, den sie bereits nach kurzer Zeit abgrundtief hassen lernen. Diese Ausbildung dauert zehn Wochen und sie werden in dieser Zeit von Himmelstoss mit vielen sinnlosen und harten Bestrafungen gequält und schnell merken sie, dass ihr bisheriges Leben und die Ideale, die ihnen in der Schule beigebracht wurden, hier nicht von Nutzen sind. 
Nach ihrer Ausbildung werden sie an die Westfront verlegt, wo sie sich einer Gruppe anschliessen, die bereits seit einiger Zeit im Krieg war und von Stanislaus "Kat" Katczinsky angeführt wurde. Der alte Hase bringt den unerfahrenen, jungen Rekruten bei, wie sie sich im Krieg zu verhalten haben, wie sie die verschiedenen Geschosse auseinander halten können, wie sie das Gelände als Deckung nutzen können und noch viel mehr. So bildet sich eine enge Beziehung zwischen den Mitgliedern der Gruppe und sie werden zu einer verschworenen Einheit. Vor allem zwischen Paul und Kat entsteht eine sehr enge Bindung, die einer "Vater-Sohn-Beziehung" sehr nahe kommt.
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Geben Sie mir Ihre Stimme!

Besucher-Award - Das Original!
Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher


Ab dem 1. November ist www.deutschsprachige-literatur.blogspot.com für den offiziellen Besucher Award in der Kategorie "Kunst - Literatur" nominiert. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen würden, um mir Ihre Stimme zu geben und damit meinem Blog zu einem Spitzenplatz im Monat November zu verhelfen. Um dies zu tun, klicken Sie bitte entweder auf den Banner oder benutzen Sie diesen Link.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und die Unterstützung meines Blogs!

fba
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Inhaltsangabe: Alle sieben Wellen von Daniel Glattauer

Inhalt
Nach mehreren Monaten Funkstille auf Seiten von Leo Leike meldet er sich wieder bei Emmi, jedoch nur weil er ihre Beziehung definitiv beenden will. Dies deshalb weil er sich in Boston in Pamela verliebt hat und sie nun in absehbarer Zeit zu ihm ziehen wird. Emmi möchte ihn - um einen sauberen Schlussstrich ziehen zu können - zumindest ein Mal treffen. Dieses Treffen findet dann auch statt und bietet im Anschluss die Grundlage für einige hitzige Diskussionen per Mail.
Eines Abends, als Leo bereits ziemlich betrunken ist, schreibt er eine Mail an Emmi, in der er ihr seine Liebe gesteht und sein Leid klagt, dass er sich immer in Frauen verliebte, die physisch nicht präsent sind. Daraufhin kommt es zu einem weiteren Treffen, in dessen darauffolgenden Diskussion Leo fragt, wie Emmi ihrem Mann Bernhard eigentlich die Spionage verzeihen konnte (siehe Zusammenfassung "gut gegen Nordwind"). Es stellt sich dann aber heraus, dass dieser seiner Ehefrau die Wahrheit gar nie erzählt hat und als Leo ihr die ganze Geschichte erzählt hat, fühlt sich Emmi benutzt und hintergangen. Aus Trotz besucht sie Leo und schläft mit ihm, allerdings nur um in der Folge den Kontakt abzubrechen.
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Rezension: Alle sieben Wellen von Daniel Glattauer

"Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer, der zweite Und letzte Teil der Liebesgeschichte von Leo Leike und Emmi Rothener hat im Vergleich zum Debüt ein wenig an Intensität und Originalität eingebüsst, ist aber dennoch für alle Leser des ersten Teils Pflichtlektüre.

Die siebte Welle
Das zentrale Element im zweiten Teil der Romanze von Leo und Emmi, die sich in alt bekannter Manier nur in Form von e-Mails abwickt, sind die sieben Wellen. "Manchmal bricht sie aus. Immer nur sie, immer nur die siebte Welle, denn sie ist unbekümmert, arglos, rebellisch, wischt über alles hinweg, formt alles neu", schreibt Emmi in einem e-Mail. Leo versteht jedoch die Tragweite des Geschriebenen nicht. Emmk wollte ihm damit mitteilen, dass sie aus ihrer Monotonie ausgebrochen ist, dass sie sich von ihrem Mann hat scheiden lassen und nun bereit ist für ihn, bereit etwas Neues zu formen. Es war gleichzeitig aber auch eine Aufforderung an ihn, es ihr gleich zu tun und einen Schritt zu wagen. Später half Emmi Leo dann auf die Sprünge und die lange und komplizierte Beziehung der beiden steuert doch noch auf ein Happy End zu - symptomatischerweise beim siebten Treffen. Das siebte Treffen unterscheidet sich dann auchngrundlegen von den vorhergehenden. Erstens wussten beide was sie wollten - sich - und zweitens war es zu Hause und nicht in einem Restaurant. Das siebte Treffen ist also ausgebrochen und hat etwas Neues geformt - ganz nach dem Vorbild der siebten Welle.
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Inhaltsangabe: Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

Inhalt
Emmi Rothener, 34, glücklich verheiratet, möchte ihr Abonnement bei der Zeitschrift "like" kündigen. Da sie sich jedoch vertippt, geht die Nachricht mehrmals an Leo Leike, 36, Sprachpsychologe an der Uni. Nach einigen Mails auf beiden Seiten bricht der Kontakt für längere Zeit ab. Erst zu Weihnachten landet wieder eine Nachricht in Leos Mailbox - eine automatisch generierte Weihnachts-Glückwunsch-Massenmail. Ironischerweise erfährt Leo genau an diesem Abend, dass seine langjährige Beziehung mit Marlene definitiv in die Brüche gegangen ist. Trotz dieses emotionalen Tiefschlags schreibt er Emmi zurück. Ihr Kontakt wird immer reger und die Inhalte immer persönlicher. Leo braucht diesen Austausch, um über den Verlust von Marlene hinweg zu kommen, während Emmi ihn als Abwechslung zu ihrem Familienleben betrachtet. So kreieren sich beide ihren jeweils perfekten imaginären Partner und der Kontakt wird dadurch noch intensiver. Einmal kommt es sogar zu einer Art Treffen, wobei sie sich an einem Ort verabreden, sich aber nicht zu erkennen geben. Dennoch sind sich beide nach dem Treffen ziemlich sicher, den anderen gesehen zu haben. Weitere Treffen scheitern jedoch; einmal kommt der überraschende Tod von Leos Mutter in die Quere und ein anderes Mal verdächtigt Emmi Leo fälschlicherweise, sie als Objekt für seine Arbeit als Sprachpsychologen zu benutzen.
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Rezension: Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

"Gut gegen Nordwind", das Werk des Österreichers Daniel Glattauer hat mich trotz seiner unkonventionellen Aufbauart und Erzählweise vollends überzeugt und hat sich das Prädikat "empfehlenswert" mehr als verdient.

Der Sprachpsychologe Leo Leike und die Webdesignerin Emmi Rothener, die sich, obwohl sie in derselben Stadt wohnen, noch nie gesehen haben, beginnen einen regen e-Mailkontakt, der auf einer Verwechslung basiert. Emmi wollte die Zeitschrift "like" abbestellen, vertippte sich bei der Adresse und so landete die Mitteilung in der Mailbox von Leo Leike - so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Keine Gespräche, keine Treffen, keine Beschreibungen
Glattauer hat sein ganzes Werk nur aus e-Mailnachrichten geschaffen; nie gibt es ein Gespräch, nie eine Beschreibung oder gar ein Treffen der Protagonisten. Doch genau dies macht die Lektüre für den Leser sehr interessant, denn er weiss über die jeweiligen Personen und deren Gefühlslage nur soviel, wie der Empfänger der Nachricht. Dies hat eine absolut faszinierende Wirkung und der Leser wird von der zynischen und ironischen, aber oftmals auch gefühlvollen und ehrlichen Konversation in ihren Bann gezogen und kommt nicht mehr davon los - genau wie Leo und Emmi nicht mehr voneinander loskommen.
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Rezension: Der Chronist der Winde von Henning Mankell

"Der Chronist der Winde" ist eines der am häufigsten gelobten Werke des Erfolgsautoren Henning Mankell. Ein Lob, das ich so klar und deutlich nicht unterschreiben kann, denn mich hat das Buch nicht wirklich gepackt.

Warum? Ich kann es ehrlich gesagt nicht genau erklären. Einerseits liegt es sicherlich daran, dass die Nebencharaktere wie beispielsweise Dona Esmeralda oder Yabu Bata auf mich zu realitätsfremd wirkten und so der darauffolgenden Erzählung von Nelio etwas die Glaubwürdigkeit raubten. Die Geschichte von Nelio hingegen finde ich spannend und sie regt sicherlich auch zum Nachdenken an. Sie zeigt sehr eindrücklich die Probleme, das Elend, die Ängste und die Verzweiflung der afrikanischen Bevölkerung, doch aus irgendeinem Grund berührte mich diese Geschichte nicht so stark wie andere. 

Gelungener Aufbau
Den Aufbau, den Henning Mankell für sein Werk gewählt hat, finde ich hingegen sehr gelungen. Die Geschichte beginnt mit dem Ende, mit dem Tode von Nelio und mit dem Entscheid von José, als Chronist der Winde durch Afrika zu ziehen. Man ist gespannt was José zu diesem Entschluss gebracht hat und will weiterlesen, um die Hintergründe zu erfahren. Obwohl man weiss, dass Nelio sterben wird, folgt man seiner Erzählung während neun Kapiteln gespannt und hofft irgendwie trotzdem, dass José am Ende eine Möglichkeit finden wird, um den kleinen 10-jährigen Jungen zu retten. 
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Inhaltsangabe: Der Chronist der Winde von Henning Mankell

Inhalt
Der Bäcker José Antonio Maria Vaz hört während seiner Nachtschicht im Betrieb von Dona Esmeralda plötzlich Schüsse aus dem angrenzenden Gebäude - dem Theater. Er schaut nach und findet auf der Bühne den angeschossenen Strassenjungen Nelio. José trägt ihn aufs Dach des Theaters, wo er beginnt, ihn zu pflegen. Während den neun Nächten, welche die beiden gemeinsam auf dem Dach des Theaters verbringen, erzählt Nelio seine Lebensgeschichte:

Nelio lebte mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Mosambik. Die Idylle wurde jedoch jäh durch einen Überfall der Rebellen zerstört, bei dem viele Dorfbewohner, darunter auch sein Vater und seine Schwester, getötet wurden. Nelio wurde gemeinsam mit seiner Mutter ins Camp der Rebellen geführt. Dort sollte der kleine Nelio zu einem Kindersoldaten ausgebildet werden. Dafür wurde ihm vom Rebellenführer eine Prüfung auferlegt: Er musste seiner besten Freund erschiessen! Nelio schoss, jedoch nicht auf seinen Freund, sondern auf den Rebellenführer und ergriff anschliessend die Flucht. Bald darauf traf er den Zwergalbino Yabu Bata und die beiden werden Reisegefährten. Obwohl Yabu Bata nicht viel sprach, da er sich seit 19 Jahren auf der Suche nach dem richtigen Weg befand, entsteht eine Vertrautheit zwischen den beiden. Als sie am Meer angelangt waren, kam es zur Trennung und Nelio machte sich alleine auf in die grosse Stadt.
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Inhaltsangabe: Das Flüstern der Schatten von Jan-Philipp Sendker

Inhalt
Nach dem Tod seines Sohnes Justin zeiht sich Paul Leibovitz aus seinem sozialen Umfeld zurück und lebt in nahezu völliger Abgeschiedenheit auf der Insel Lemma. Am Todestag von Justin macht er sich auf, den Peak zu besteigen, da er dort mit Justin oft schöne Zeiten erlebt hat. Auf dem Gipfel trifft er Elisabeth Owen und kommt mit ihr ins Gespräch. Am darauffolgenden Tag ruft sie ihn an und bittet ihn um Hilfe. Ihr Sohn Michael ist verschwunden und sie will, dass Paul ihr bei der Suche hilft.
Daraufhin kontaktiert Paul seinen langjährigen Freund David Zhang, der bei der dort ansässigen Polizei arbeitet. Dieser hat jedoch keine guten Nachrichten für die Owens, denn es gibt keinen Zweifel, dass Michael brutal ermordet wurde. Da Michael Owen ein einflussreicher Amerikanischer Investor war, setzt die Chinesische Regierung alles daran, dass dieser Mord keine grossen Wellen schlägt, um die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA nicht zu gefährden. So wird bereits nach wenigen Tagen ein Schuldiger präsentiert, der dann auch vor Gericht gestellt werden soll. Doch David glaubt nicht daran, er ist überzeugt, dass mehr hinter diesem Mord steckt. 
Zusammen mit Paul beginnt er weitere Nachforschungen anzustellen. Paul hilft ihm zu Beginn nur ungern, denn er fühlt sich in den grossen Menschenmassen von Hongkong und China noch immer unwohl. Hinzu kommt noch, dass ihn Christine, in die er sich verliebt hat, daran hindern will, nach China zu reisen, da sie aus persönlichen Gründen eine tiefe Abneigung gegen jenes Land hegt.
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Rezension: Das Flüstern der Schatten von Jan-Philipp Sendker

"Das Flüstern der Schatten", so lautet der Titel des Werks von Bestseller Autor Jan-Philipp Sendker. Eine sehr spannende und unterhaltsame Lektüre, in der es um das Schicksal eines Menschen geht, jedoch auch um die Geschichte und Probleme einer ganzen Nation. 

Paul Leibovitz zieht sich nach dem Tod seines Sohnes komplett aus seinem sozialen Umfeld zurück und verkriecht sich auf einer abgeschiedenen Insel. Erst die Geschichte des Mord an Michael Owen bringt ihn zurück in die Zivilisation und ermöglicht ihm so auch den Wiedereinstieg ins Leben und in die Liebe. So könnte sich in etwa eine kürzest Fassung des Inhalts anhören.

Trauerbewältigung
Die Trauer um den an Leukämie verstorbenen Sohn Justin ist ein zentrales Thema im Werk von Jan-Philipp Skender. Dabei ist spannend zu beobachten, die beiden Elternteile komplett verschiedene Reaktionen an den Tag legen. Während sich die Mutter sich in Arbeit und nach der Vorstellung "das Leben geht weiter" lebt, zieht sich Vater Paul zurück und will mit niemandem mehr Kontakt haben, damit nichts und niemand seine Erinnerungen an Justin trüben kann. So stehen auch noch immer die Gummistiefel von Justin, sowie dessen Regenjacke im Haus von Paul. Während den drei Jahren die Paul auf der Insel verbringt gibt es in seinem Leben nur zwei Menschen: David Zhang und Christine.
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Interview mit deutschsprachige-literatur.blogspot.com!

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

Ich freue mich, Ihnen mitzuteilen, dass mein Blog nur gerade vier Monaten nach seiner Entstehung bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Robert Stögmann, der Besitzer von www.blogger-antworten.com, hat mir die Möglichkeit gegeben, meinen Blog in Form eines Interviews einer grösseren Öffentlichkeit zu präsentieren. 
Seit einigen Tagen ist nun hier das Interview mit deutschsprachige-literatur.blogspot.com zu lesen. Für alle, die mehr über meinen Blog Blog, seine Entstehung, die Ziele und die dahinterstehende Strategie erfahren will, soll doch das Interview lesen. Viel Spass und hoffentlich bis bald!

fba 

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Inhaltsangabe: Wüstenblume von Waris Dirie

Inhalt
Waris Dirie lebt als Nomadin 13 Jahre lang in der Wüste Somalias. Zusammen mit ihrer Familie zieht sie unter schwierigsten Bedingungen in der kargen Landschaft umher und trotzdem ist es für sie eine sehr schöne Zeit. Im Alter von fünf Jahren wird sie jedoch Opfer des grausamen Rituals der Beschneidung, welches auch heute noch immer viele Millionen kleiner Mädchen auf dem schwarzen Kontinents trifft. Doch sie macht ihren Eltern deswegen keinen Vorwurf. Erst als sie auf den Wunsch ihres Vaters hin mit einem alten, hässlichen Mann verheiratetet werden soll, beschliesst sie zu fliehen. Ohne zu wissen wohin, rennt sie durch die Wüste und trampt mit wildfremden Männern durch Somalia, bis sie schliesslich in Galcaio ankommt. Dort lebt sie kurze Zeit bei ihrem Onkel ehe sie sich dank der Hilfe ihrer Cousins auf den Weg nach Mogadischu machen kann, um dort ihre Schwester Aman zu besuchen. In der Folge lebt sie abwechselnd bei verschiedenen Familienmitglieder in Mogadischu und hilft ihnen Haushalt oder hütet deren Kinder. Eines Tages bietet sich ihr dann die einmalige Chance, als Dienstmädchen des somalischen Botschafters in London zu arbeiten. 

London ist für die junge Waris ein regelrechten Kulturschock. Sie fliegt zum ersten Mal, sie benutzt erstmals eine Toilette, sie lernt in einer Küche kochen, sie sieht zum ersten Mal Schnee, sie muss sich daran gewöhnen sich nach einem Zeitplan zu richten und vieles mehr. Doch sie macht ihre Sache gut und darf so während vier Jahren im Hause des Botschafters arbeiten, danach soll sie allerdings wieder zurück nach Somalia reisen. Waris weiss jedoch, dass sie in ihrer Heimat keine Zukunft haben würde und heckt daher einen Plan aus, wie sie es schaffen kann, in London zu bleiben.
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Rezension: Wüstenblume von Waris Dirie

"Wüstenblume", das Werk von Waris Dirie wurde mir wärmstens empfohlen und in der Tat muss ich gestehen, dass es mich auch nach dem ich es zu Ende gelesen habe, noch verfolgt hat - was für ein Werk, was für eine Geschichte!

Aus meiner Sicht gibt es zwei Hauptgründe, die "Wüstenblume" zu einem der besten Bücher machen, die ich seit Langem gelesen habe. Zum Einen ist das Leben von Waris Dirie extrem interessant, wenn auch brutal. Die Entwicklung vom beschnittenen, armen Nomadenmädchen, das vor der Zwangsehe nach London flieht, wo es dann eine Weltkarriere als Model hinlegt, sucht seinesgleichen. Doch die Geschichte wäre nicht halb so packend und berührend, wenn da nicht die literarische Sprache von Dirie wäre, womit wir beim zweiten Punkt angelangt wären. 

Ehrlich und direkt
Die Sprache ist durch eine extreme Einfachheit und Klarheit geprägt und kommt komplett ohne jeglichen literarischen Schnick Schnack aus. Auf diese Weise trifft Diries Sprache, auch wenn sie teilweise etwas hölzern klingt, genau ins Herz der Leser und ihre Geschichte lässt diese nicht mehr los. Dadurch, dass die gesamte Handlung autobiografisch ist, wirken auch die Gefühle, die Empfindungen, Gedanken und Entscheidungen von Dirie sehr authentisch und echt, was grossen Lesespass garantiert.
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Auswertung der aktuellen Umfrage

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

Diese Woche wollte ich von Ihnen wissen, wie es um die Qualität meiner Artikel steht. Das Resultat präsentierte sich glücklicherweise sehr positiv. Alle Teilnehmer an der Umfrage fanden, dass die Artikel sowohl informativ als auch gut geschrieben sind und 66% sind der Meinung, dass die Texte leicht verständlich sind. Von keinem Teilnehmer gab es eine negativ Stimme, was mich natürlich sehr gefreut hat.
Aus diesem Resultat schliesse ich, dass Sie mit meinem Schreibstil und auch dem Inhalt der jeweiligen Artikel zufrieden sind und daher werde ich in diesem Stile weiterarbeiten. 
Ich hoffe Sie schauen bald wieder hier vorbei, denn bereits morgen werden die beiden Artikel zu "Wüstenblume" von Waris Dirie erscheinen. 

fba
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Auswertung der aktuellen Umfrage

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

Wie einige von Ihnen bereits bemerkt haben, gibt es seit etwas mehr als einer Woche eine Umfragebox auf der rechten Seite. Ich werde dort jede Woche eine Frage stellen, von der ich mir erhoffe, dass Sie sie beantworten. Ziel dieser Umfragen ist es, dass ich den Blog besser an Ihre Bedürfnisse anpassen kann. Ich hoffe daher also auf rege Teilnahme :)
Seit etwas mehr als einer Woche habe ich Ihnen nun die Frage gestellt, ob Werbeanzeigen auf diesem Blog sie stören würden. Hier die Auswertung: 63% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich klar gegen die Werbeanzeigen ausgesprochen, während 9% es ok fänden und 27% kein Problem damit hätten. 
Dieses Resultat hat für mich das bestätigt, was ich angenommen habe: Werbeanzeigen sind störend! Aus diesem Grund wird dieser Blog momentan sicherlich noch werbefrei bleiben. Das ändert sich vielleicht in Zukunft, doch auch dann werde ich versuchen, die Werbung so dezent wie möglich einzubauen. Ich hoffe, das ist in Ihrem Sinne und ich werde Sie bald wieder auf meinem Blog begrüssen dürfen.

fba
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Rezension: Träume süss, mein Mädchen von Joy Fielding

"Träume süss, mein Mädchen" ist das erste Werk, welches ich von der Amerikanischen Bestseller Autorin Joy Fielding gelesen habe. Die Aussage der New York Times, dass dieses Buch einem atemlos zurücklässt, schürte bei mir hohe Erwartungen - zu hohe wie sich im Nachhinein herausstellte.

Die Geschichte handelt vom Psychopathen Brad Fisher, der, frisch aus dem Gefängnis entlassen, sich an seiner Frau Lily Fisher rächen und sich seinen Sohn Michael Fisher zurückholen will. An sich keine bestechende und schon gar nicht eine innovative Idee, die Fielding hier hat. Solche und ähnliche Geschichten gibt es zuhauf, dennoch ist es bemerkenswert, wie Fielding es schafft, die Intrigen, die Brad Fisher spinnt, um Jamie Kolleg zu seiner "Sklavin" zu machen, zu beschreiben. Es ist nicht nur für Jamie, sondern auch für den Leser ein schleichender Übergang vom liebenden Gentleman Brad zum Psychopathen. Dies obwohl man schon im Prolog weiss, dass Brad ein Mörder ist. Fielding bindet geschickt immer wieder kleine Hinweise ein, um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. So denkt man beispielsweise über weite Strecken der Lektüre, dass Emma die Exfrau von Brad ist, doch in Tat und Wahrheit ist es Lily. Von diesem Aspekt aus betrachtet, ist das Werk sehr gelungen. 
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Inhaltsangabe: Träume süss, mein Mädchen von Joy Fielding

Inhalt
Der verurteilte Mörder Brad Fisher, der mit richtigem Namen eigentlich Ralph heisst, wird aus dem Gefängnis entlassen und will sich nun auf die Suche nach seiner Frau Beth und seinem Sohn Corey machen. Diese leben unter einen neuen Namen (Lily und Michael Fisher) in der Mad River Road in Ohio. Ihre Nachbarin in dieser Strasse ist Emma Frost, deren Sohn Dylan in die gleiche Klasse geht wie Corey. Dadurch lernen sich die beiden allein erziehenden Mütter kennen und werden Freundinnen. Dies, obwohl keine zur anderen ehrlich ist. Denn nicht nur Lily macht ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, sondern auch Emma lügt. Emma ist mit ihrem Sohn in einer ähnlichen Situation, denn auch sie ist auf der Flucht vor ihrem Ehemann, denn dieser möchte Dylan, dessen Sorgerecht ihm zugesprochen wurde, zu sich holen, was Emma gar nicht passte. Deshalb hat sie ihn kurzerhand entführt und lebt nun als Nachbarin von Lily in der Mad River Road.
Das Schicksal der beiden Freundinnen mündet auf tragische Art und Weise im Zusammentreffen mit Brad Fisher. Dieser hat gleich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis Gracie Hastings, die beste Freundin von Beth (Lily) aufgesucht, um heraus zu finden, wo sie steckt. Nachdem er die Information erhalten hat, ermordet er Gracie kurzerhand und macht sich auf den Weg nach Ohio - zu Beth. Brad hat jedoch weder Geld noch ein Auto und so beschliesst er, sich dieses bei Jamie Kolleg zu holen. 
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Rezension: Elf Minuten von Paulo Coelho

Obwohl ich sehr viel lese, hatte ich bisher noch nie ein Werk des brasilianischen Erfolgsautoren Paulo Coelho gelesen. Da jedoch alle von ihm schwärmten, habe ich mich mit dessen Werk "Elf Minuten" auseinandergesetzt - definitiv eine gute Entscheidung.

In "Elf Minuten" ist die Brasilianerin Maria die Hauptdarstellerin. Sie kommt vom Lande in die Hauptstadt Rio und verfällt dort auf Grund ihrer Naivität und der Hoffnung, ihre Träume von Reichtum und Familie erfüllen zu können, einem Schweizer Nachtclubbesitzer. Daraufhin kommt sie nach Genf, arbeitet zuerst als Tänzerin, dann als Model und schlussendlich als Prostituierte - ein Schicksal, das viele junge Frauen heutzutage trifft. Coelho schildert die Abläufe und Gewohnheiten in diesem Business erschreckend ehrlich, wodurch sicherlich dem einen oder anderen die Augen geöffnet wurden. Besonders beindruckend finde ich, dass Coelho nicht einfach die Missstände aufgezeigt hat, sondern er hat am Beispiel von Maria auch deren Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen aufgezeigt. So erfährt der Leser durch die Tagebucheinträge von Maria, was sie fühlt und denkt. Sie schreibt hauptsächlich über die Liebe, da sie sonst ihre Seele verlieren würde, denn bei der Arbeit muss sie jegliche Gedanken an Liebe ausschalten.
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Neues Design und weitere Updates

Liebe Besucherinnen, Liebe Besucher

In den letzte Tagen hat sich einiges getan auf www.deutschsprachige-literatur.blogspot.com. Das Design wurde komplett überarbeitet, mit dem Ziel eine bessere Bedienbarkeit und Übersicht für die Besucher zu erreichen. 
Es wurden jedoch nicht nur designtechnisch einige Änderungen vorgenommen, sondern auch die Interaktivität mit den Besuchern soll gesteigert werden. So gibt es neu die Möglichkeit www.deutschsprachige-literatur.blogspot.com auf Facebook und auf Twitter zu folgen und damit immer auf dem Laufenden zu bleiben. Ich würde mich freuen, wenn diese Funktion rege genutzt würden, genau so wie die Umfragen, die nun in regelmässigen Abständen online gestellt werden. 
Ich werde auch versuchen, die Besucher bei grösseren Veränderungen zu informieren, so wie ich das mit dem Eintrag gemacht habe. Über Feedbacks jeglicher Art bin ich mich immer offen und freue mich auch über Anregungen und Verbesserungsvorschläge.

(fba)
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Inhaltsangabe: Elf Minuten von Paulo Coelho

Inhalt
Die kleine Maria lebt zusammen mit ihrer Mutter, einer Schneiderin, und ihrem Vater, der als Bauer seinen Lebensunterhalt verdient, in Brasilien. Maria ist ein hübsches Mädchen, das schon früh von der grossen Liebe, dem Reichtum, einem Mann und Kindern träumt. Doch bereits mit elf Jahren ist sie fest überzeugt, dass sie nie die grosse Liebe finden und ihre Träume verwirklichen wird, da der erste Junge, in den sie sich verliebt hat, die Stadt ohne sie verlassen hat.
Stattdessen konzentriert sich Maria nun auf die Schule und arbeitet fleissig, auch wenn sie immer noch hofft, jemanden zu treffen, mit dem sie ihre Träume erfüllen kann. Mit 15 scheint sie den "Mr. Perfect" gefunden zu haben, doch auch diese kurze Beziehung scheitert - diesmal, weil Maria nicht küssen kann. Diese Trennung ist für Maria der endgültige Beweis, dass sie nicht für die Liebe geschaffen ist. In diesem Gedanken bestärkt sie die Tatsache, dass sie für sich die Selbstbefriedigung entdeckt hat und darum nicht weiss, weshalb sie noch einen Mann bräuchte.
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Rezension: Der Teufel von Mailand von Martin Suter

"Der Teufel von Mailand", das Werk von Martin Suter, in welchem die Physiotherapeutin Sonia Frey versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen und dabei immer noch tiefer in den Sumpf hinein rutscht - ein weiteres gelungenes Werk des Schweizer Autoren, wenn auch nicht sein bestes.

Besonders beeindruckend ist auch in dieser Erzählung von Suter der Beginn. Wie er dabei Synästhesie an Synästhesie reiht, die Gefühle und Empfindungen vermischt und so das Wahrnehmungschaos von Sonia darstellt, ist packend. Man will unbedingt wissen, weshalb dies so ist und was als nächstes passiert. Doch genau da liegt der Hund begraben - bei der Story. Diese vermag in meinen Augen nicht vollends zu überzeugen, vor allem ist sie für eine Suter-Story ziemlich vorhersehbar und die obligate völlig überraschende Wende gelingt nur teilweise. Es dauert auch sehr lange, bis die Story wirklich in Schwung kommt und leider hat sie dann auch noch ein sehr abruptes Ende, als man erkennt, dass Manuel der Täter ist. Ich hätte irgendwie damit gerechnet, dass hinter diesen Ereignissen mehr steckt und vielleicht auch dieser Italiener in der Kutsche noch eine Rolle spielt, genau so wie die Dorfbewohner. Doch weder der Italiener noch die urchigen und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Einheimischen hatten eine tragende Funktion.
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Inhaltsangabe: Der Teufel von Mailand von Martin Suter

Inhalt
Sonia Frey erwacht nach einer durchgefeierten Nacht und realisiert, dass sie Farben spüren und Geräusche sehen kann - die Nachwirkungen des LSD Trips. Sie macht sich nach einem kurzen Gespräch mit dem Mann, mit dem sie in dieser Nacht geschlafen hat, auf den Weg nach Hause. Sie wohnt seit der Trennung von ihrem Mann Frédéric, einem Banker, in einem Appartement. Dies, um möglichst schnell Abstand von ihrem Ex-Mann zu gewinnen, da dieser ihr nach der Trennung nach dem Leben trachtete und in seiner Wut gar auf sie geschossen hat. Nun ist er in einer Psychiatrischen Klinik und versucht verzweifelt, Sonia dazu zu bringen, dass sie das Verfahren gegen ihn einstellt, damit er nicht ins Gefängnis kommt.
Nach den Erfahrungen des letzten Trips beschliesst Sonia ein neues Leben zu beginnen und bewirbt sich in einem Wellness Hotel als Physiotherapeutin. Die Chefin Barbara Peters ist angetan von Sonias direkter Art und gibt ihr die Stelle, obwohl sie seit sechs Jahren nicht mehr gearbeitet hatte - Frédéric zu liebe. Sonia packt anschliessend ihre Sachen, besorgt sich eine neue Telefonnummer, gibt nur ihrer besten Freundin Malu Bescheid und macht sich auf den Weg ins Val Grisch in Graubünden, ihr zukünftigen Arbeitsort.
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Rezension: Sansibar oder der letzte Grund von Alfred Andersch

Das Werk "Sansibar und der letzte Grund" von Alfred Andersch wird auf der Rückseite des Buchcovers als "moderner Klassiker" und als "einer der bedeutendsten Romane der deutschen Nachkriegszeit" angepriesen - etwas zu hochgegriffen für meinen Geschmack. 

In der Erzählung von Andersch spielen fünf Personen die Hauptrolle, welche stellvertretend für die Gesellschaft vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges stehen. Die Jüdin Judith Levin sinnbildlich für die Verfolgten und Unterdrückten, der Arbeiter Knudsen für das normale Volk, der Pfarrer Helander für die Religion, der Genosse Gregor für den Kommunismus und der Junge für die Jugend in Deutschland. Die Geschichten all dieser Figuren werden von Andersch geschickt mit dem kleinen Dörfchen Rerik und der Plastik "Der lesende Klosterschüler" in Verbindung gebracht. Die Plastik von Ernst Barlach, die auch in Wirklichkeit existiert, spielt eine wichtige Rolle in diesem Werk, denn sie ist es, die die Charaktere zusammen hält. Pfarrer Helander will sie vor den Nazis, den Anderen wie sie in diesem Werk genannt werden, schützen und bittet darum Knudsen um Hilfe. Zusammen mit Gregor, Judith und dem Schiffsjungen schaffen sie es, die Plastik von Deutschland nach Schweden zu schmuggeln.
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Inhaltsangabe: Sansibar oder der letzte Grund von Alfred Andersch

Inhalt
Das Werk "Sansibar oder der letzte Grund" spielt im Jahre 1937 im Ostseestädtchen Rerik, kurz bevor die deutschen Nationalsozialisten einmarschieren. Zu dieser Zeit (27 Stunden) kreuzen sich in Rerik durch einige Zufälle die Wege von fünf verschiedenen Personen: der Kommunist Gregor, der Fischer Knudsen, dessen Schiffsjunge, die Jüdin Judith, sowie der Pfarrer Helander. 

Pfarrer Helander kommt mit einer Bitte zu Knudsen. Er will, dass dieser ihn und die Skulptur "Der lesende Klosterschüler" ausser Land bringt, da diese Figur auf der Liste der Nazis steht. Knudsen, der Anhänger der roten Partei in Rerik ist, weigert sich dem Pfarrer zu helfen. 
Zur gleichen Zeit erreichen die Jüdin Judith Levin und der Russe Gregor das kleine Städtchen, allerdings aus komplett verschiedenen Gründen. Judith ist auf der Flucht vor den Nazis und folgt dabei dem Rat ihrer Mutter, die ihr Rerik als guten Fluchtort empfohlen hat. Gregor ist im Auftrag der kommunistischen Partei unterwegs und will in Rerik für die Partei werben. Aus diesem Grund trifft er sich mit Knudsen. Bei ihrem geheimen Treffen in der Kirche stellen sie jedoch fest, dass die kommunistische Partei in Rerik keine Zukunft hatte. Zum Einen weil Knudsen nicht mehr für diese handeln, sondern nur noch daran glauben will und zum Anderen weil Gregors Glaube an die Partei erloschen ist und er nur noch einen Gedanken kennt: Flucht.
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Rezension: Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger

"Der Fänger im Roggen", das weltbekannte Werk von J.D. Salinger - Ich habe mich entschieden dieses Buch für meine Matura zu lesen, weil ich wissen wollte, ob es tatsächlich so gut ist, wie alle sagten. 

Die Hauptperson ist Holden Caulfield, ein 16-jähriger Junge, der im Jahre 1949 zum wiederholten Male von der Schule flog und sich nun während eines Wochenendes (Samstag bis Montag) in New York herumtreibt. Die gesamte Handlung des Werks ist aus der Sicht von Holden beschrieben, seine Gedanken, seine Erlebnisse und auch seine Ängste sind ein somit der zentrale Teil des Werks. Man erkennt bereits nach wenigen Sätzen, dass es sich in diesem Buch um einen Teenager handeln muss, denn die Sprache ist gekennzeichnet von vielen Slangausdrücken, Wiederholungen und dem häufigen Gebrauch von Fluchwörtern und Beschimpfungen. Durch diese Anpassung der Sprache durch Salinger wird das Buch authentischer und die Erlebnisse von Holden dadurch noch glaubwürdiger. Auch die Ironie und der beissende Sarkasmus, der in den Erzählungen und Überlegungen von Holden stets mitschwingt, macht das Lesen dieses Werks zu etwas Besonderem.
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Inhaltsangabe: Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger

Der Inhalt und die Charakteranalyse basieren auf dem Englischen Originaltext "The catcher in the rye" von J. D. Salinger. 

Inhalt
Der 16-jährige Holden Caulfield hat es wieder einmal vermasselt. Bereits zum vierten Mal fliegt er von der Schule. Diesmal weil er in vier von fünf Fächern die erforderte Leistung nicht erbracht hat und zusätzlich hat er als Manager des Fechtteams der Schule den Fehler begangen, die gesamte Ausrüstung in der U-Bahn zu vergessen, weswegen sein Team nicht teilnehmen konnte. Holden ist an jenem Samstag Abend in seinem Zimmer und wird von Stradlater, seinem Zimmernachbarn, beim Lesen gestört. Dieser will Holdens schönste Jacke leihen, denn er hat ein Date mit Jane Gallagher. Diese Tatsache versetzt Holden in Rage, denn Jane ist seit Langem seine heimliche Liebe. Dennoch leiht er Stradlater die Jacke und lässt sich auch noch von diesem überreden, einen Aufsatz in dessen Namen zu verfassen. 
Nach einem kurzen Ausflug in die Stadt zusammen mit Ackley, macht sich Holden daran, den Aufsatz zu verfassen. Er schreibt über den Baseball-Handschuh seines Bruders Allie, der an Leukämie gestorben ist. Als Stradlater von seinem Rendez-vous mit Jane zurück kommt und Holden nicht erzählen will, was passiert ist, zerreisst Holden den für Stradlater verfassten Aufsatz.
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Rezension: Business Class von Martin Suter

"Business Class - Geschichten aus der Welt des Managements" ist die Sammlung von 75 der beliebten Kolumnen des Schweizer Autoren Martin Suter, die früher im "Tages Anzeiger" veröffentlicht wurden.

Suter kreiert für jede seiner Kolumnen Hauptfiguren, die man sich lebhaft vorstellen konnte, dies obwohl die Kolumnen kaum einmal mehr als zweieinhalb Seiten lang sind. Dank dieser Liebe zum Detail wird der Leser in kürzester Zeit in die Handlung hineingezogen und man ertappt sich mehr als nur einmal dabei, dass man genau gleich gedacht oder gehandelt hätte, wie die Businessmänner, die von Suter in jeder einzelnen Kolumnen auf die Schippe genommen werden. 

Liebe zum Detail
Die Gabe von Suter, die Umstände sehr genau zu recherchieren und wiederzugeben, zeigt sich nicht nur an der Personenbeschreibung, sondern auch in deren Denkweise und Verhalten. Der Konkurrenzkampf, der Neid, aber auch die Schadenfreude, wenn der Konkurrent scheitert, sind häufige Motive. Doch nicht nur in diesem Bereich kommt die Businesswelt mit ihren karrieregesteuerten Geschäftsmännern schlecht weg, denn auch Themen wie Stress, die egoistische Denkweise, die Unehrlichkeit, die Angst eine Schwäche zu offenbaren und die Fixierung auf Äusserlichkeiten wie Aussehen und Büroeinrichtungen werden von Suter schonungslos aufgezeigt und treffen den Nagel auf den Kopf.
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Inhaltsangabe: Business Class von Martin Suter

Inhalt und Charakteranalyse
Zu diesem Werk von Martin Suter ist es nicht möglich eine Inhaltsangabe oder eine Charakteranalyse vorzunehmen, denn "Business Class" ist eine Sammlung von 75 Kolumnen. Da diese kurzen satirischen Exkurse in die Welt des Managements nicht miteinander zusammenhängen und auch nur sehr selten dieselben Personen auftauchen, wäre eine Inhaltsangabe oder eine Charakteranalyse sinnlos. 
Damit sie sich dennoch ein Bild machen können, worum es in diesen Werk von Martin Suter geht hier der Versuche einer allgemeinen Inhaltsangabe:
In jeder dieser 75 Kolumnen treten Personen aus der Business Welt oder solche, die damit verbunden sind, auf. Die Perspektiven der jeweiligen Geschichte können aus Sicht der hohen Kader, der Sekretärin, der mittleren Kader, der Chefs oder auch aus derjenigen der Familien und Ehefrauen sein. Suter spielt sehr geschickt mit den Eigenschaften, Verhaltensweisen und Gedanken dieser Menschen und verknüpft diese zu kurzen satirischen Kolumnen, bei denen jeweils das Erzählte im letzten Satz eine unerwartete Wendung nimmt und so die Welt der karriereorientierten Geschäftsmänner schlecht aussehen lässt.
(fba)
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Rezension: Draussen vor der Tür von Wolfgang Borchert

Das Werk "Draussen vor der Tür" des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert ist ein hervorragendes Beispiel der Trümmerliteratur, welches die Probleme der Nachkriegszeit in Deutschland schonungslos und auf bewegende Art und Weise aufzeigt.

Nach drei Jahren Kriegseinsatz in Russland kommt der deutsche Staatsbürger Beckmann wieder zurück in seine Heimat. Er ist gezeichnet von den Strapazen: Er hat ein kaputtes Kniegelenk, er wird von Albträumen geplagt und hat kaum noch genügend Kraft und Energie, um zu leben. So will er sich dann auch mehrmals das Leben nehmen. Bereits an dieser Beschreibung der körperlichen und seelischen Verfassung Beckmanns kann man erkennen, wie hart die Zeit im Krieg gewesen sein muss. Da Borchert selbst auch im Krieg war und kurze Zeit später bereits im Alter von 26 Jahren starb, weiss man, dass die Kriegsfolgen nicht nur erfunden sind, sondern der Wirklichkeit entsprechen. 
Beckmann erkennt, dass er alles verloren hatte während den drei Jahren, in denen er im Krieg war. Seine Eltern haben sich das Leben genommen, seine Frau ist mit einem anderen Mann zusammen und sein Kind ist gestorben, ohne dass er es einmal zu Gesicht bekommen hatte. Dennoch versucht sich Beckmann wieder in die Gesellschaft zu integrieren und macht sich auf die Suche nach den Schuldigen an seiner Misere und am Krieg.
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Inhaltsangabe: Draussen vor der Tür von Wolfgang Borchert

Inhalt
"Draussen vor der Tür" spielt an einem einzigen Abend nach dem zweiten Weltkrieg, als der Protagonist Beckmann, ein Kriegsveteran, wieder zurück in seine Heimatstadt Hamburg kommt. Er ist lädiert, hatte nur noch eine Kniescheibe, humpelt und ist auch psychisch angeschlagen. Daher versucht er sich mit einem Sprung in die Elbe das Leben zu nehmen, doch diese spuckt ihn wieder aus und so beginnt für Beckmann ein Abend des Leidens. 
Als erstes "traf" Beckmann den Anderen, ein Fremder, der ihm erklärt, dass er immer an seiner Seite sein werde und ihn in schwierigen Situationen unterstütze - ein Ja-Sager, ein Optimist. Beckmann will davon jedoch nichts wissen, flieht und läuft in die Arme einer jungen Frau. Diese hat Mitleid mit Beckmann, der noch immer mit der Gasmaskenbrille aus dem Krieg umherirrt. Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause und gibt ihm die Jacke ihres Mannes, der seit drei Jahren in Stalingrad vermisst wurde. Beckmann sieht den Mann dieser jungen Frau vor sich und verlässt die Wohnung fluchtartig. Er hat ein schlechtes Gewissen, er glaubt daran Schuld zu sein, dass dieser Mann nicht nach Hause gekommen ist und macht sich auch für den Tod von elf weiteren Männern verantwortlich, die unter seiner Leitung in Russland gestorben sind. Erneut will sich Beckmann auf den Weg zur Elbe machen, um einen zweiten Suizidversuch zu unternehmen. Der Andere kann ihn jedoch davon abhalten und schlägt ihm vor, den Oberst zu besuchen, unter dessen Leitung er im Krieg gestanden hat.
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Rezension: Harold und Maude von Colin Higgins

Eine Liebesgeschichte zwischen einem 19-jährigen Jungen und einer 80-jährigen Dame, die Ähnlichkeiten mit dem grossen Werk "Romeo und Julia" von Shakespeare aufweist, darum geht es im weltberühmten Stück "Harold und Maude" von Colin Higgins. 

Harold Chasen ist 19 Jahre alt, ist von der Schule geflogen und hat kein intaktes soziales Umfeld. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind Besuche des Schrottplatzes und von Beerdigungen, sowie das Inszenieren von Selbstmorden - alles andere als ein gewöhnlicher Junge also. Doch Harold ist nicht der einzige Protagonist, der in Colin Higgins Werk nicht so recht in die Gesellschaft passen will. Maude ist eine 79-jährige alte Dame, die jedoch durch ihre Vitalität und Lebensfreude so manchen jüngeren Zeitgenossen vor Neid erblassen lässt. Sie reist viel, sie probiert viele verschiedene Dinge aus und scheut auch den Konflikt mit dem Gesetzt nicht, denn ihr einziges Ziel ist es, das Leben zu geniessen.

Harolds Liebe zu Maude
Durch ihr gemeinsames Hobby, das Besuchen von Beerdigungen, lernen sich Harold und Maude kennen. Maude ist es, die es als einzige schafft, Harold auf den richtigen Weg zu führen - etwas, dass alle Verwandten und Bekannten von Harold nicht geschafft haben. Sie zeigt Harold, dass das Leben aus mehr besteht als nur der Affinität zum Tode und dass es auch Spass machen kann.
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Inhaltsangabe: Harold und Maude von Colin Higgins

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem englischen Originaltext "Harold and Maude" von Colin Higgins.

Inhalt
Die Geschichte beginnt mit den zwei gespielten Selbstmordversuchen von Harold Chasen, einem 19-jährigen Jungen. Einmal scheint es, als ob er sich aufgehängt hätte, und beim zweiten Mal, als ob er sich in der Badewanne ertränken würde. Das ist zu viel für seine Mutter Helen, die sehr auf den guten Ruf ihrer Familie bedacht ist und sich nicht erklären kann, weshalb Harold immer wieder versucht, sie mit Selbstmordversuchen zu erschrecken und so den Ruf der Familie schädigt. Sie schickt ihn zum Psychiater Dr. Harley, der aber auch keine Ahnung hat, was Harold fehlt. 
Helen glaubt, dass Harold eine Frau braucht, um endlich erwachsen zu werden und ist gewillt, diese Frau für ihn zu finden. Dies wiederum passt Harold überhaupt nicht und er geht einem weiteren Hobby nach: Dem Besuch von Beerdigungen. Auf dieser Beerdigung trifft er zum wiederholten Male die 79-jährige Maude, die dasselbe Hobby pflegt wie Harold. Die beiden beginnen sich zu unterhalten und am Ende kann Maude Harold dazu überreden, sie in seinem Auto, einem Leichenwagen, nach Hause zu fahren. Maude zeigt Harold ihr Haus und er verspricht ihr, dass er wieder kommen würde.
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Rezension: Verblendung von Stieg Larsson

Nachdem von allen Seiten Lobeshymnen auf die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson angestimmt wurden, wollte ich mir selbst ein Bild machen, was hinter den Werken des Schweden steckt und habe mir den ersten Band "Verblendung" vorgeknöpft - ein absolut packender Krimi. 

Was macht dieses Werk von Stieg Larsson zum Bestseller. Die Story? Sein Schreibstil? Die Charaktere? Für mich ist es die gelungene Mischung aus allen drei Komponenten. Mikael Blomkvist ist genauso ein Sonderling wie Henrik Vanger und Lisbeth Salander. Mit allen drei Personen kann man sich dank den mit Liebe zum Detail gestalteten Beschreibungen von Larsson ein sehr genaues Bild machen und sich so auch mit ihnen identifizieren. Doch nicht nur die Personen, sondern auch die Geschichte packt den Leser. Die fast schon unmenschliche Brutalität der Verbrechen wirkt gleichzeitig abstossend und faszinierend und der Leser will unbedingt wissen, wer zu solchen Schandtaten in der Lage war. Diese beiden Elemente werden mit Larssons Geschick zur spannenden Erzählung gepaart - eine starke Mischung.

Individualismus und Glaubwürdigkeit der Figuren
Die Komplexität der Figur von Lisbeth Salander hat für mich auch grossen Anteil am Erfolg der Geschichte.
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Inhaltsangabe: Verblendung von Stieg Larsson

Inhalt
Der Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist wird wegen Verleumdung im Fall Wennerström zu 3 Monaten Haft verurteilt und verlässt daraufhin in Absprache mit seiner Chefin und Geliebten Erika Berger sein eigenes Magazin namens "Millenium". Kurz nach diesem Ereignis erhält Mikael einen merkwürdigen Anruf von Dirch Frode, dem Anwalt des alternden Grossindustriellen Henrik Vanger. Mikael soll unter dem Vorwand eine Familienchronik der Vanger zu verfassen, nach Henriks verschwundener Nichte Harriet Vanger suchen. Diese verschwand vor 36 Jahren während eines Familientreffens und bis heute konnte niemand den Grund für das Verschwinden von Harriet aufklären. Henrik Vanger leidet sehr unter diesem Verlust und hat selbst zu suchen begonnen und sich ein enormes Archiv an Informationen über alle möglichen Ursachen und Umstände des Tathergangs angelegt. Henrik will nun, dass Mikael für ein Jahr zu ihm nach Hedeby, einer kleinen Stadt auf einer Insel in Schweden, zieht und einen letzten Versuch unternimmt, das Rätsel um Harriet zu lösen. Für den alten Henrik ist klar, dass Harriet Opfer eines Mordes geworden ist und dass der Täter aus der Familie Vanger stammen muss, da die Tat während einem Familientreffens stattgefunden hat und wegen eines Unfalls niemand die Insel, auf der die Vangers wohnten, verlassen konnte. Als Gegenleistung für die Arbeit würde Mikael fürstlich entlohnt und bekäme Informationen über Wennerström, um seinen Ruf nach der Verleumdungsaffäre wieder herzustellen. Mikael akzeptiert.
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Rezension: Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

"Mit brennender Geduld" ist eines der Werke des chilenischen Autoren Antonio Skármeta, welches auch in unseren Breitengraden einigen bekannt sein dürfte. Das Werk handelt von der tiefen Freundschaft zweier unterschiedlicher Charaktere und kann als Hommage an den chilenischen Dichter und Volkshelden Pablo Neruda verstanden werden. 

Mario Gimenez ist 17 Jahre alt, nicht wahnsinnig intelligent und von Beruf Briefträger. Pablo Neruda dagegen ist ein angesehener und populärer Dichter, der den Nobelpreis der Literatur gewann und sogar für das Amt des Chilenischen Präsidenten kandidierte. Bereits an dieser kurzen Beschreibung der Hauptfiguren des Werks sind die grossen Unterschiede zu erkennen und dennoch schafft es Skármeta eine glaubwürdige Freundschaft zwischen den beiden entstehen zu lassen. Es gibt viele kleine Details, die für die Freundschaft sprechen und die gegenseitige Wertschätzung erkennen lassen. So machte Mario beispielsweise Pablo zu seinem Trauzeugen und nannte seinen Sohn Pablo. Auf der anderen Seite schickte Pablo Mario die erste Karte seines Lebens, bezeichnet ihn als seinen einzigen Freund und schickt ihm französische Lieder, damit er sich ein Bild von Frankreich machen kann. 

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Inhaltsangabe: Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem spanischen Orginaltext "El cartero de Neruda (ardiente paciencia)" von Antonio Skármeta. 

Inhalt
Auf der chilenischen "Isla Negra" lebt der 17-jährige Fischersohn Mario Gimenez. Dieser möchte nicht wie sein Vater und viele seiner Verwandten Fischer werden und so bewirbt er sich für die freie Stelle als Briefträger. Da er ein eigenes Fahrrad besitzt, bekommt er die Stelle, auch wenn es in seinem Einzugsgebiet nur gerade einen Kunden gibt: Den Dichter Pablo Neruda. 
Voller Elan stürzt sich Mario in seine neue Arbeit und kommt so in Kontakt mit Pablo Neruda. Die beiden Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können, beginnen einander kennenzulernen und zu schätzen. Oftmals haben sie miteinander diskutiert und dabei versucht Neruda beispielsweise Mario zu erklären, was eine Metapher ist und wie man eine solche erfindet. Mario, der in Pablo sein Vorbild sieht, gibt sich grosse Mühe und versucht, vom Poeten zu lernen. 
Bereits kurze Zeit später fragt Mario erneut um Hilfe bei Pablo, denn er hat sich in die schöne Beatriz verliebt und weiss nicht, was er jetzt tun soll. Pablo willigt ein und besucht mit Mario die Bar, in der Beatriz arbeitet, damit er sie kennen lernen kann.
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Rezension: Der Koch von Martin Suter

"Der Koch", so der Name des neusten Werks des Schweizer Erfolgsautors Martin Suter. Wie in beinahe allen bisher erschienen Romanen von Suter, besticht auch "Der Koch" durch eine präzise Sprache und einen sehr gut recherchierten Hintergrund.

Die zentrale Figur im Roman von Suter ist Maravan, der sri-lankische Koch. Mit seinen Kreationen, einem Mix aus traditioneller, molekularer und ayurvedischer Küche, verzaubert er die Menschen und bringt sie in eine sexuell geladene Stimmung. Gemeinsam mit seiner Kollegin Andrea will Maravan einen Cateringservice auf die Beine stellen und dieses Essen unter die Leute bringen. Doch wer nun gedacht hat, dies sei alles, worum es in Suters Werk geht, der hat sich getäuscht. 

Etwas zu detailliert
Natürlich ist das Thema Kochen omnipräsent und Suter investiert oftmals eine halbe Seite oder noch mehr um zu beschreiben, wie Maravan die Zutaten verarbeitet und mischt. Diese Beschreibungen zeigen einerseits, wie genau Suter für seinen Roman recherchiert hat, aber andererseits sind sie teilweise auch etwas zu langatmig geraten und nehmen dem Werk den Schwung. Ein weiteres Indiz für die Wichtigkeit des Kochens ist neben dem Titel auch der Schluss es Werks, denn im Anhang sind eine Vielzahl von Maravans Rezepten zu finden.
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Inhaltsangabe: Der Koch von Martin Suter

Inhalt
Der äusserst talentierte Sri-lankische Koch Maravan Vilasam lebt als Asylant in der Schweiz. Sein Geld verdient er sich als Küchengehilfe im Nobelrestaurant Huwyler. Eines Tages will ein Koch des Hauses ein Curry zubereiten, welches aber nach Maravans Geschmack nach nichts riecht und daher bietet er sich an, ein richtiges Curry zu kochen. Für diese Aussage erntet er nichts als Spot seiner Mitarbeiter - ausser von der schönen Andrea. Diese erklärt sich bereit, bei Maravan zu Hause dessen Curry zu probieren. 
Maravan legt sich natürlich mächtig ins Zeug um seine einzige Unterstützung nicht zu enttäuschen. Für seine aufwändigen Menüs, die auf alten ayurvedischen Rezepten von Nangay, seiner Tante, basieren, braucht er einen Rotationsverdampfer, den er ungefragt aus dem Huwyler "auslieh". Der Abend ist ein voller Erfolg. Andrea schmeckt das Essen und im Anschluss daran, verbringen die beiden die Nacht zusammen. 
Doch der Abend hat schlimme Konsequenzen für Maravan: Er verliert seinen Job im Huwyler wegen des ausgeliehenen Rotationsverdampfers und muss fortan vom Arbeitslosengeld leben. Von diesem Geld will er so viel wie möglich an seine Verwandten in Sri Lanka schicken, um diese zu unterstützen. Auch von Andrea hört er lange nichts mehr, was ihn sehr trifft, da er sich in sie verliebt hat. Seine Jobsuche als Koch oder Küchenhilfe bleibt ergebnislos.
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Rezension: Nixpassiert von Antonio Skármeta

"Nixpassiert" ist das Werk des chilenischen Erfolgsautoren Antonio Skármeta und erzählt die Geschichte des 13-jährigen Lucho, der nach Deutschland emigrieren musste. Skármeta gelingt es dabei, die Thematik der Integration und der kulturellen Differenzen sehr authentisch aufzuzeigen, was aller Wahrscheinlichkeit nach daran liegt, dass er selbst auch von Chile nach Deutschland geflüchtet war und die Vorurteile und Probleme der Einwanderer aus eigener Erfahrung kennt.

Ähnlich wie in der Geschichte "Der Tod und das Mädchen" von Ariel Dorfman, ist auch in diesem Werk die Diktatur in Chile unter Pinochet der Aufhänger der Geschichte und auch diesmal kommt die Diktatur schlecht weg. Lucho kommt mit seiner Familie nach Deutschland, niemand kann die Sprache, sie haben trotz Lehrerausbildung keine Arbeit und daher auch kein Geld, was dazu führt, dass sie sich teilweise von den Degustationen im KaDeWe ernähren mussten. Hinzu kommt noch, dass sich in der Schule niemand sich für Lucho, den Chilenen, interessiert und auch niemand weiss, wo Chile liegt, geschweige denn, was dort passiert. Es ist also eine sehr schwierige Phase im Leben von Lucho, doch aller Widrigkeiten zum Trotz macht er seine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und prügelt sich auch mit Jungs - er wird erwachsen.
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Inhaltsangabe: Nixpassiert von Antonio Skármeta

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem spanischen Originaltext "No pasó nada" von Antonio Skármeta

Inhalt
Die Familie des 13 Jahre alten Lucho muss wegen der Diktatur unter Pinochet aus ihrem Heimatland Chile flüchten und landet dadurch in Berlin. In seiner neuen Heimat steht Lucho vor grossen Problemen. Abgesehen davon, dass er kein Wort Deutsch spricht, kennt niemand Chile und auch in der Schule will niemand etwas mit ihm zu tun haben. Glücklicherweise lernt er dann die beiden Griechen Homero und Sókrates kennen, die sich in der gleichen Situation befinden und ihm bei der Integration helfen. Die drei verstehen sich sehr gut und Lucho ist froh, dass sie ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Allerdings können die beiden schon bald wieder in ihre Heimat zurück kehren, da der Griechische Diktator gestürzt wurde. Lucho verspricht, mit dem Geld das er bei Aldi verdient, die beiden in den Sommerferien zu besuchen. 

Lucho bringt sich das Deutsch selber bei, in dem er Zeitschriften liest und viel deutsche Musik hört. Durch die Musik lernt er auch Sophie kennen, die in einem Musikgeschäft arbeitet. Er verliebt sich in sie und kurze Zeit später kommen die beiden zusammen.
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Rezension: Die Gerechten von Albert Camus

Das Theaterstück "Die Gerechten" von Albert Camus, welches 1949 zum ersten Mal aufgeführt wurde, basiert auf einer wahren Begebenheit und hat heute einen grösseren Bezug zur Aktualität den je. 

Dass die Welt nicht gerecht ist, darin dürften sich wohl alle einig sein, doch ist Terror die richtige Lösung? Darf man einen Menschen umbringen, nur damit es anderen vielleicht besser geht? Kann Terror gerecht sein?

Standpunkte der Gruppenmitglieder
Genau um diese sehr heiklen Fragen geht es im Stück von Camus. Eine Gruppe von Russischen Terroristen, will den Herzog umbringen. Das erste Attentat misslingt jedoch, da die Neffen des Herzogs ebenfalls dabei waren und sich Yanek weigerte, die Kinder auch zu töten. Daraufhin entbrannte innerhalb der Gruppe der Hauptkonflikt dieses Werks. Wie weit darf der Terror gehen? Darf man Kinder umbringen zum Wohle der anderen? Nach einer der vielen und langen Diskussionen über die Gerechtigkeit und den Sinn der Revolution, die in diesem Werk Platz finden, entschliesst sich die Gruppe, die Kinder auch beim zweiten Attentat nicht zu töten - doch sie waren nicht dabei und so wurde der Herzog dennoch umgebracht.
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Inhaltsangabe: Die Gerechten von Albert Camus

Die Inhaltsangabe und die Charakteranalyse basieren auf dem französischen Originaltext "Les Justes" von Albert Camus. 

Inhalt
1. Akt: Eine Gruppe Russischer Terroristen ist daran, das Attentat auf einen russischen Herzog zu planen. Dora und Annenkov, der Chef der Gruppe, warten auf Stepan, der nach drei Jahren Gefangenschaft in der Schweiz neu zur Gruppe stiess. Stepan will sofort die Bombe werfen und sich für seine Zeit in Gefangenschaft rächen. Annenkov hindert ihn jedoch daran, da die Rolle des Attentäters für Yanek vorgesehen ist. Stepan und Yanek haben in der Folge einen Streit, da sie unterschiedliche Auffassungen der Revolution besitzen. Für Stepan gibt es nur die Gewalt und die Bombe, während sich Yanek selbst "Poet" nennt und eine sanfte Revolution bevorzugt, auch wenn er bereit ist, die Bombe zu werfen. Aufgrund des Streits fühlt sich Yanek missverstanden und muss von Dora getröstet werden. Der erste Akt endet damit, dass Annenkov ankündigt, der Herzog werde morgen in der Stadt eintreffen. 

2. Akt: Dora und Annenkov warten im Versteck darauf, dass sie die Bombe von Yanek hören, doch alles blieb ruhig - etwas musste schief gegangen sein.
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Rezension: Der Tod und das Mädchen von Ariel Dorfman

Mit "Der Tod und das Mädchen" ist dem chilenischen Autoren Ariel Dorfman ein ganz besonderes Werk gelungen, das die möglichen Folgen der chilenischen Diktatur sehr realistisch aufzeigt und den Leser zum Nachdenken anregt. 

Paulina Salinas war eine junge, unternehmungslustige Medizinstudentin, die mit Gerardo Escobar eine glückliche Beziehung führte. Während der Diktatur unter Pinochet wurde sie während zwei Monaten festgehalten und missbraucht. Danach war sie nicht mehr wieder zu erkennen. Am Rande der Gesellschaft fristete sie ein einsames Dasein ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt. Sie brach ihr Studium ab und hatte kaum mehr soziale Kontakte - ihre Vergangenheit hat sie nie bewältigt. Eines Abends brachte Gerardo nun einen Mann mit nach Hause, in dem sie ihren Peinger wieder erkannte und sich nun Rache schwor. 
Eine sehr schön konstruierte Geschichte, die von Ariel Dorfman äusserst authentisch und glaubwürdig erzählt wird. Da in diesem Stück nur drei Personen involviert sind, kann man sich mit allen Figuren sehr gut identifizieren und versteht ihre Sorgen, Ängste und Probleme.
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