Die meistgelesenen Beiträge 2014

Zum Jahresende habe ich die total 461 Beiträge auf diesem Blog ausgewertet und für euch eine Zusammenstellung mit den meistgelesenen Artikeln erstellt, aufgeteilt nach Kategorie. Viel Spass beim Herumstöbern :-)

Top 3 der Inhaltsangaben:
1. Tschick von Wolfgang Herrndorf (24'956 Aufrufe, Vorjahr Platz 1)
2. Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter (20'070 Aufrufe, Vorjahr Platz 2)
3. Corpus Delicti von Juli Zeh (15'138 Aufrufe, Vorjahr Platz 3)

Top 3 der Rezensionen:
1. Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter (4'771 Aufrufe, Vorjahr Platz 1)
2. Der Vorleser von Bernhard Schlink (3'691 Aufrufe, Vorjahr Platz 2)
3. Die Schachnovelle von Stefan Zweig (2'629 Aufrufe, Vorjahr nicht in den Top 3)

Top 3 der Literaturepochen:
1. Postmoderne (13'408 Aufrufe, Vorjahr Platz 1)
2. Exilliteratur (11'829 Aufrufe, Vorjahr nicht in den Top 3)
3. Vormärz (11'728 Aufrufe, Vorjahr Platz 2)

Top 3 der Fachbegriffe:
1. aristotelisches Drama (3'869 Aufrufe, Vorjahr Platz 1)
2. Figurenrede (2'865 Aufrufe, Vorjahr nicht in den Top 3)
3. bürgerliches Trauerspiel (2'462 Aufrufe, Vorjahr Platz 3)

Top 3 der Textsorten:
1. Leserbrief (31'490 Aufrufe, Vorjahr Platz 1)
2. Kommentar (13'321 Aufrufe, Vorjahr Platz 2)
3. Lexikonartikel (4'788 Aufrufe, Vorjahr nicht in den Top 3)

Top 3 der Seiten:
1. Epochen der deutschsprachigen Literaturgeschichte (15'012 Aufrufe, Vorjahr Platz 1)
3. Fachbegriffe der deutschen Literatur (7'631 Aufrufe, Vorjahr Platz 2)

Top 3 der Onlinetests:
1. Onlinetest zu rhetorischen Figuren (schwierig) (622 Aufrufe)

Top 3 der meistkommentierten Beiträge:
1. Inhaltsangabe: Tschick von Wolfgang Herrndorf (113 Kommentare, Vorjahr Platz 1)


Da ich die Auswertung erstmals basierend auf den Daten von Google Analytics vorgenommen habe, fallen die Zahlen tiefer aus, als noch im Vorjahr. Insgesamt wurden in diesem Jahr 650.697 Seitenaufrufe getätigt. Das sind knapp 200'000 weniger als noch vor einem Jahr. Dafür ist die Anzahl der Facebook-Fans stark angestiegen und zwar von 470 auf 874. Auf Twitter folgen 303 Personen dem Blog. (fba)
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Rezension: Stoner von John Williams


„Stoner“ ist das Werk des amerikanischen Autoren John Williams, das bei seiner Veröffentlichtung 1965 kaum Aufmerksamkeit erregte, nun aber wieder entdeckt wurde und die Bestseller-Listen gestürmt hat.

William Stoner wächst auf einem Bauernhof in Missouri in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Eltern schicken ihn jedoch zur Universität, wo er Agrarwissenschaften studieren soll. Das tut Stoner dann auch, allerdings nur ein Jahr lang, ehe er – ohne seine Eltern zu informieren – englische Literatur studiert. Seine Eltern erfahren erst am Tag der Abschlussfeier davon und ebenfalls an jenem Tag eröffnet William Stoner ihnen, dass er weiter an der Universität bleiben wird und nicht zurück auf den Hof kommt. Die Eltern verstehen seinen Entscheid nicht, doch William bleibt an der Universität Columbia, beginnt zu doktorieren und zu unterrichten. Dann lernt er eine junge Frau kennen, verliebt sich in sie und heiratet sie wenig später. Doch die Ehe und das Leben an der Universität entwickelt sich andres, als sich dies Stoner vorgestellt hatte.
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Inhaltsangabe: Stoner von John Williams

Inhalt 
William Stoner ist 1891 im Missouri geboren und in ärmlichen Verhältnissen auf dem Bauernhof seiner Eltern aufgewachsen. Er musste neben der Schule stets auf dem Hof mithelfen und war überzeugt, dass er diesen dereinst übernehmen würde. Dann aber überraschten ihn seine Eltern damit, dass sie ihn an die Universität schickten, wo er Agrarwissenschaften studieren sollte. 
Stoner zog nach Columbia, wohnte dort bei Verwandten und studierte Agrarwissenschaften. Allerdings nur ein Jahr, dann entschied er sich - ohne seine Eltern zu informieren - Philosophie, Literatur und Geschichte zu studieren. Seine Eltern erfahren erst am Tag der Abschlussfeier davon. Ebenfalls an jenem Tag eröffnet ihnen Stoner, dass er nicht zurückkehrt, sondern weiterhin an der Universität studieren wird, was seine Eltern nicht verstehen. Stoner lässt sich davon nicht beirren und nimmt seine Arbeit als Doktorand auf. Er unterrichtet, studiert und freundet sich mit Dave Masters und Gordon Finch an.
Dann bricht der erste Weltkrieg aus, was Stoner allerdings nicht sonderlich interessiert. Ganz im Gegensatz zu Masters und Finch, die sich beide freiwillig zum Dienst melden. Masters hatte allerdings kein Glück, denn er liess in jenem Krieg sein Leben. Finch dagegen wurde zum Offizier befördert. Im Jahr 1918 wird Stoner zum Doktor ernannt und darf weiterhin an der Universität lehren - als hauptberuflicher Dozent. 
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Inhaltsangabe: Der Goalie bin ig von Pedro Lenz


Inhalt
Der Goalie, der eigentlich Ernst heisst, kommt nach einem Jahr Gefängnis zurück in seine kleine Wohngemeinde Schummertal. Dank dem Vater seines Freundes Ueli hat er eine Unterkunft – Geld hat er aber kaum. Deswegen lässt er in seiner Lieblingsbar „Maison“ anschreiben. Regula, seine heimliche Liebe, gibt ihm 50 Franken. Dieses Geld vertrinkt er anschliessend beim Spanier.
Am Tag darauf kommt ihn sein Freund Ueli in seiner Wohnung besuchen und bringt ihm 5000 Franken in bar mit. Es ist das Geld, dass ihm Ueli noch geschuldet hatte für einen Drogendeal, in den er verwickelt war und aufgrund dessen Goalie im Knast gelandet war. Ueli will sofort wieder Drogen von Goalie, doch der will nichts mehr mit der Sache zu tun haben, was Ueli ihm jedoch nicht glaubt.
Dank dem Vater von Ueli findet Goalie dann auch noch einen Job in der Spedition der Druckerei Maag. Im Gegenzug soll er sich um Ueli kümmern, der immer weiter in den Drogensumpf abrutscht. Doch auch der Goalie ist nicht in bester Verfassung und trinkt immer wieder einen über den Durst. Und in diesem Zustand ruft er – morgens um 1 Uhr – Regula an. Das war keine gute Idee, denn er hat ihren Freund Budi in der Leitung, der alles andere als erfreut ist. In den folgenden Tagen interessiert sich Regula vermehrt für Goalie. Sie will wissen, weshalb er sie angerufen hat. Goalie – der ihr seine Liebe gestehen wollte am Telefon – verrät ihr den Grund seines Anrufs nicht. Mit seiner Situation und seinem Job ist er zufrieden. Kurz darauf besucht er Ueli, der im Spital liegt. Als er wieder zurückkehrt, steht Regula vor seiner Tür. Sie hat Kuchen mitgebracht, angeblich weil sie gehört hat, dass der Goalie Geburtstag hat. Doch das stimmt nicht. Trotzdem verbringen sie einen schönen Nachmittag zusammen.
Am Tag danach will Goalie ins „Maison“. Doch Wirt Pesche lässt ihn nicht rein. In seinem Lokal wurden Drogen gefunden und er glaubt, dass diese Goalie gehören. Kurz darauf wird Goalie auch noch von einem Fahnder der Polizei verhört, der glaubt, dass er mit den Drogen etwas zu tun habe. Niemand will ihm glauben, dass er clean ist. Selbst Regula schenkt seiner Geschichte anfänglich kein Gehör.
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Rezension: Der Goalie bin ig von Pedro Lenz


"Der Goalie bin ig" ist ein im Dialekt verfasster Roman des Schweizer Autoren Pedro Lenz. Ein Werk, das nicht in erster Linie von der Handlung lebt, sondern viel mehr von den Charakteren, der Stimmung und der Schreibweise. 

Ernst, der von allen nur "Goalie" genannt wird, wird nach einem Jahr aus dem Gefängnis in Witzwil entlassen und kehrt in seine Wohngemeinde Schummertal zurück. Wegen eines Drogendeals musste er hinter Gitter, auch wenn er selbst nicht genau wusste, wie er in die Sache hinein gerutscht ist. Sein Freund Ueli hat ihm mit Hilfe seines Vaters eine Wohnung organisiert. Goalie ist dankbar dafür und will nach seiner Rückkehr die Chance nutzen und sich ein normales Leben aufbauen. Er sucht sich einen Job und arbeitet fortwährend für die Spedition einer Druckerei. Dem Drogenkonsum schwört er ab, genauso dem Dealen. Dafür versucht er mit allen Mitteln bei der hübschen Kellnerin Regula, die in seiner Stammkneipe "Maison" arbeitet, zu punkten. Doch das Ganze verkompliziert sich, als Goalie wieder beschuldigt wird, etwas mit Drogen am Hut zu haben. 

Mehr Möglichkeiten dank dem Dialekt
Ein Roman im Dialekt? Kann das gut gehen? Das habe ich mich vor der Lektüre von "Der Goalie bin ig" gefragt. Trotzdem hat es mich gereizt, den Versuch zu wagen. Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich gelohnt. Es ist nicht die Handlung, mit der Lenz in seinem Roman zu punkten vermag. Denn wenn wir ehrlich sind, ereignet sich nicht allzu viel in dieser Geschichte. Dafür - und das ist der grosse Vorteil des Dialekts - gelingt es Lenz, die Gefühlswelt der Charaktere, genauso wie deren Eigenheiten sehr eindrücklich herauszuarbeiten. Vor allem deshalb, weil er im Dialekt Stilelemente und Ausdrucksweisen verwenden kann, die es in der Standardsprache schlicht nicht gibt. Auch das Milieu, in dem sich die Hauptcharaktere bewegen, vermag Lenz sehr schön zu skizzieren.
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Rezension: Schöne neue Welt von Aldous Huxley


„Schöne neue Welt“, so der Titel des Werks in dem Autor Aldous Huxley in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts eine Zukunftsvision skizzierte, die in gewissen Bereichen erstaunlich nah an der heutigen Realität liegt.

In der schönen, neuen Welt werden die Menschen in verschiedene Kasten eingeteilt und exakt ihren Aufgaben für eine stabile Gesellschaftsordnung entsprechend in Brutstätten gezüchtet und konditioniert. Familien gibt es keine mehr, die Menschen sind nur noch auf kurzfristigen Spass aus. Stetig wechselnde Sexualpartner gehören zur Tagesordnung, genauso wie der Alterungsprozess nicht mehr sichtbar ist, keine familiären Strukturen und keine Religion mehr vorhanden sind. Neben der Arbeit vergnügen sich die Bewohner mit Hilfe der Droge „Soma“, die dafür sorgt, dass sie stets glücklich sind.
Dieser Lebensstil funktioniert für die meisten Bewohner - nicht aber für Bernard Marx, ein Aussenseiter dieser neuartigen Gesellschaft. Er sieht das Ganze etwas kritischer und hinterfragt gewisse Dinge. Mit Lenina Crowne, einer Frau, mit der er sich immer mal wieder vergnügt, besucht er ein Reservat, in dem Eingeborene (Menschen, die noch in Familienstrukturen leben und die Religion kennen) wohnen. Dort treffen sie John, einen dieser Wilden, der sie bittet, mit seiner Mutter in die schöne, neue Welt kommen zu dürfen. Bernard erfüllt den beiden diesen Wunsch. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Weitsichtig und komplex
Es ist beeindruckend, wie durchdacht die Konstruktion dieser neuen Weltordnung von Aldous Huxley ist. Und auch die Argumentationen, die hinter dieser Konstruktion stecken, sind durchaus einleuchtend. Dies wird vor allem im Schlussteil eindrücklich aufgezeigt, in dem Mustapha Mond - einer der Kontrolleure der schönen, neuen Welt - Bernard, John und Helmholtz den Sinn hinter dem System erklärt.
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Textsorte: Wissenschaftliche Arbeit – Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit

Jeder Gymnasiast und vor allem jeder Student kennt es: das Schreiben von wissenschaftlichen (Abschluss)Arbeiten. Für die meisten ist es eine Qual. Die Literaturrecherche, das Schreiben selbst, die Quellenangaben, dir formalen Vorgaben und und und... Mit diesem Blog-Beitrag möchte ich in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung die wichtigsten Tipps und Tricks verraten, wie eine wissenschaftliche Arbeit zum Erfolg wird:

1. Die Themenwahl
Die Auswahl des Themas der Arbeit wird oftmals unterschätzt, dabei ist dies einer der wichtigsten Schritte überhaupt. Meine Tipps: Wähle ein Thema, das dich wirklich interessiert. Nimm dir Zeit bei der Suche und entscheide dich nicht einfach für die erste Option. Zudem empfiehlt es sich, Themengebiete zu wählen, zu denen man bereits Vorlesungen besucht hat und die wichtigste Literatur kennt oder bereits gelesen hat. Dies vereinfacht die Planung enorm.

2. Eingrenzen des Themas
Auch diesem Schritt wird sehr oft viel zu wenig Beachtung geschenkt. Überleg dir ganz genau, worüber du schreiben willst. Grenze dein Thema so stark wie möglich ein und halte dies auch in deiner Fragestellung fest. Wenn du dies nicht tust, wirst du dich mit grosser Wahrscheinlichkeit verzetteln.
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Inhaltsangabe: Schöne neue Welt von Aldous Huxley


Inhalt
Kapitel 1: 
Der Direktor der Brut- und Normzentrale führt eine Gruppe von Studenten durch die Anlage und erklärt ihnen, wie die Menschen erzeugt werden. Diese werden geklont und nach der Geburt aus dem Reagenzglas möglichst schnell aufgezogen und konditioniert, damit sie in die gesellschaftlichen Strukturen der neuen Welt passen. In dieser Welt – etwa im Jahr 2540 – wird die gesamte Weltbevölkerung zu einem einzigen Staat zusammengefasst. Eingeteilt werden die Menschen in Kasten, aufgezogen und gezeugt werden sie nicht mehr von Eltern sondern in den Brutanstalten. Die höchste Klasse sind die Alphas, die Epsilons die niedrigsten. Alle Kasten werden genau auf ihre Aufgabe in der Gesellschaft hin konditioniert, so dass sie nichts zu klagen haben, auch wenn sie der untersten Kaste angehören und die niedrigsten Arbeiten erledigen müssen. Sobald sie ihre Arbeit getan haben, erhalten alle Menschen Soma, eine Droge, die sie glücklich macht.

Kapitel 2: 
Die Führung geht weiter zur Kleinkinderabteilung. Dort werden die Kinder gerade darauf konditioniert, dass sie die Natur und Bücher nicht mögen. Zudem wird den Kindern auch der Unterschied zwischen den verschiedenen Kasten eingetrichtert.

Kapitel 3: 
Nun richtet Mustapha Mond, einer von zehn Kontrolleuren der Welt, das Wort an die Besucher und erklärt ihnen, wie die Gesellschaft funktioniert. Zudem werden dem Leser die beiden Frauen Fanny und Lenina vorgestellt, die sich über ihre Männergeschichten unterhalten. Parallel dazu gibt es auch eine Gruppe Männer, die sich über die Frauen austauscht. Dabei wird klar, dass in dieser neuen Welt die Promiskuität eine wichtige Rolle spielt. Lenina betont jedoch, dass sie vor allem den etwas zu klein gerateten Alpha-Mann Bernard Marx attraktiv findet.
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Inhaltsangabe: Rückkehr ins Leben von Ishmael Beah


Inhalt
Gemeinsam mit seinen Freunden verlässt Ishmael Beah (13) sein Dorf und besucht den nächst grösseren Ort Mattru Jong, wo die Jungs einige Kollegen treffen wollen. Während ihres Besuchs im 16 Meilen entfernten Ort, wird ihre eigenes Dorf von Rebellen angegriffen und zerstört. Von Überlebenden erfahren die Jungs nichts Genaueres. In Mattru Jong bereiten sich die Einwohner ebenfalls auf einen nahenden Angriff der Rebellen vor. Doch vorerst geschieht nichts. Erst einige Tage später greifen die Rebellen an - aus dem Nichts. Entsprechend hoch sind die Verluste auf Seiten der Bevölkerung. Ishmael und seine Freunde können fliehen. In nahe liegenden Dörfer finden sie Unterschlupf, allerdings sind diese Dörfer zumeist verlassen und die Jungs haben bald nichts mehr zu essen. Die Konsequenz: Ishmael und seine Kollegen schleichen sich zurück ins von den Rebellen besetzte Mattru Jong und versuchen, Essen zu besorgen. Doch sie werden erwischt und entkommen dem Tod nur ganz knapp. Sie fliehen in die angrenzenden Wälder, wo sie einen Verwandten eines Jungen treffen, der mit ihnen geflohen ist. 
Im Dorf dieses Verwandten arbeiten sie auf dem Feld. Drei Monate lang schuften sie, doch kurz vor der Ernte werden sie von den Rebellen um den Ertrag ihrer Arbeit gebracht. Bei einem neuerlichen Angriff werden die Jungs voneinander getrennt. Ishmael ist nun alleine unterwegs. Er läuft einfach los, auf der Suche nach etwas Essbarem und gegen die Einsamkeit ankämpfend. Nach etwa einem Monat trifft er auf sechs andere Jungs, die dasselbe Schicksal erlitten haben, und sie gehen gemeinsam weiter. Schnell verbreiten sich Gerüchte über sieben gefährliche, junge Männer. Die Leute glauben, sie würden ihnen etwas antun oder sie bestehlen. Niemand traut ihnen über den Weg. In einem Fischerdorf werden sie gefangen genommen. Irgendwie schaffen sie es, sich aus der heiklen Situation herauszureden und werden gehen gelassen - allerdings ohne ihre Schuhe. Da sie jedoch umgeben sind von einem heissen Sandstrand, ziehen sie sich starke Verbrennungen an den Füssen zu. Völlig entkräftet und von Schmerzen geplagt, schaffen sie es ins nächste Dorf, wo sich ein junger Fischer, der etwas abseits wohnt, um sie kümmert. Nach zwei Wochen sind die Jungs langsam wieder auf dem Damm, doch unglücklicherweise bekommt der Rest des Dorfes Wind von ihrer Anwesenheit. Sie können nicht mehr fliehen. Doch wie es der Zufall will, entkommen sie wieder. Diesmal kann Ishmael sie mit einer Rap-Performance - in Friedenszeiten hatte er mit den Kollegen aus seinem Dorf amerikanische Rapper imitiert und zu ihrer Musik getanzt - befreien. 
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Rezension: Rückkehr ins Leben von Ishmael Beah


In "Rückkehr ins Leben: Ich war Kindersoldat" erzählt Ishmael Beah aus seinem Leben als Kindersoldat im Bürgerkrieg in Sierra Leone. Eine aufrüttelnde, brutale, aber gleichzeitig auch faszinierende Geschichte, die man gelesen haben muss.

Ishmael besucht mit drei Freunden ein benachbartes Dorf, wo sie einige Kollegen treffen wollen. 16 Meilen entfernt von ihrer Heimat - in einem Ort namens Mattru Jong - erfahren sie, dass in ihrer Abwesenheit ihr Zuhause von Rebellen angegriffen und zerstört wurde. Wer überlebt hat, ist unklar. Nun rechnen auch die Bewohner von Mattru Jong damit, jeden Moment angegriffen zu werden. Nach einer überraschend langen Ruhezeit greifen die Rebellen aus dem Nichts an. Die Verluste sind enorm. Die Bewohner haben viele Tote zu beklagen. Ishmael und seine Freunde können fliehen.
Es beginnt eine nicht enden wollende Odyssee durch Sierra Leone, immer auf der Suche nach Essen und Sicherheit - möglichst weit weg vom Krieg. Das gelingt den Jungs aber nicht allzu lange. Bald schon sehen sie sich gezwungen, sich der Armee anzuschliessen. Nun sind sie Teil des Krieges, Teil genau der Grausamkeiten, vor denen sie zuvor monatelang geflohen waren. Ein Ausweg ist keiner in Sicht.
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Inhaltsangabe: Inferno von Dan Brown


Inhalt
Robert Langdon, Professor für Symbologie und Literaturgeschichte an der Harvard Universität, erwacht in einem Krankenhaus. Er kann sich nicht erinnern, wie er dorthin gekommen ist und weshalb er sich in Florenz befindet. Seine einzige Erinnerung stammt aus einem Albtraum, in dem ihm eine silberhaarige Frau sagt, er solle „suchen und finden“. Kurz nachdem er aufgewacht ist, beobachtet er, wie sein Arzt von einer Frau mit Igelfrisur namens Vayentha erschossen wird. Schnell wird ihm klar, dass diese Frau es auf ihn abgesehen hatte, denn sie steuert genau auf ihn zu. Doch dank der Hilfe der Ärztin Sienna Brooks schafft es Langdon ganz knapp, aus dem Spital zu fliehen. Die beiden gehen in Brooks Wohnung.
Dort wollen sie herausfinden, weshalb man Langdon umbringen will. Eingenäht in der Jacke von Langdon finden die beiden einen Biohazard-Behälter, den Langdon – zu seiner eigenen Überraschung – öffnen kann. Darin befindet sich jedoch kein Virus oder ähnliches sondern ein kleiner Projektor, der – wenn man ihn schüttelt – ein Bild der „mappa del inforno“ von Botticelli, das die Hölle wie sie Dante Alighieri beschrieben hatte, darstellt. Schnell merkt Langdon aber, dass dieses Gemälde eine Fälschung ist: Eine Pestmaske, zehn Buchstaben und eine falsche Signatur beweisen dies. Die zehn Buchstaben ergeben, wenn man sie sinnvoll anordnet, den Ausdruck „cerca trova“, was so viel bedeutet wie „Suche und du wirst finden“. Langdon erkennt, dass dies ein Hinweis auf ein Bild von Giorgio Vasari ist, das sich im Vecchio-Palast befindet. Langdon und Brooks machen sich sofort auf den Weg, haben jedoch Schwierigkeiten zu entkommen, da der Harvard Professor sich in seinen Uni-Mailaccount eingeloggt hat und seinen Verfolgern so seinen Aufenthaltsort bekannt gegeben hat.
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Rezension: Inferno von Dan Brown


„Inferno“ ist der neuste Fall, dem sich Harvard-Professor Robert Langdon annimmt. Auch mit dem nächsten Teil der Serie um den Symbolforscher vermag Dan Brown einen packenden Thriller mit einem aktuellen Bedrohungsszenario vorzulegen.

Robert Langdon erwacht in einem Spital. Er kann sich an nichts erinnern, weiss nicht mal, wo er sich befindet. Gerade als er sich langsam an die neue Situation gewöhnt, wird er Zeuge davon, wie sein Arzt von einer Killerin brutal niedergestreckt wird. Schnell wird klar, dass sie hinter ihm her ist. Dank der Hilfe der Ärztin Sienna Brooks kann Langdon fliehen. Gemeinsam mit der überdurchschnittlich intelligenten Brooks versucht Langdon, die fehlenden Puzzlesteine zusammen zu setzen. Doch die Lösung des Rätsels um seine Kopfverletzung – angeblich wurde er angeschossen – und um seinen Aufenthalt in Florenz – er hat keine Ahnung weshalb er in Italien weilt – wird massiv erschwert, da Langdon und Brooks gleich von mehreren gut ausgerüsteten Gruppen gejagt werden. Robert Langdon realisiert, dass er das Chaos nur lösen kann, wenn er das Rätsel um Dantes „Inferno“ zu entschlüsseln vermag und die silberhaarige Frau, die ihn in seinen Träumen verfolgt, findet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
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Inhaltsangabe: Berechnung von M.C.Poets

Inhalt
Die deutsche Touristin Hannah Marcks wird in einem abgelegenen Motel vom FBI verhaftet. Ihr wird vorgeworfen, dass sie zwölf Menschen umgebracht habe - und zwar als Elsa Jones. Hannah wird verhört, doch ihre Argumentation, dass es sich um eine Verwechslung handelt, wird in der Luft zerfetzt. Alle sind sich absolut sicher, dass sie die gesuchte Mörderin Elsa Jones ist - zumal sie erst noch auf Fotos zu sehen ist, die am Tatort entstanden sind. Selbst Hannahs Pflichtverteidigerin hat kein Interesse, ihr zu helfen. 
Hannah versucht, mit ihrem Stiefbruder in Deutschland Kontakt aufzunehmen, damit er in die USA kommt und sie zweifelsfrei als Hannah Marcks identifizieren kann. Doch dieses Vorhaben gelingt nicht, denn Marek wird bei seiner Einreise in die Staaten gleich wieder ausgewiesen. Und auch die Idee, Hannahs Dokumente vorzuweisen, klappte nicht, denn Hannahs Haus wurde bei einem Brand vollständig zerstört. Bei dem Brand wurde erst noch eine Leiche gefunden, die man später aufgrund des Gebisses als Hannah Marcks identifizierten konnte. 
Damit war die Beweislage endgültig aussichtslos und Hannah Marcks kam ins Gefängnis. Dort wurde sie schlecht behandelt und lebte unter üblen Bedingungen. Dann, nach zwei Jahren, wurde sie vor Gericht gestellt und für schuldig befunden. Sie wurde zum Tode verurteil. Doch auf dem Weg in die Todeszelle, wird das Auto, in dem Hannah transportiert wurde, überfallen und sie wird befreit. 
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Rezesion: Berechnung von M.C. Poets


"Berechnung", so der Titel des als E-Book erschienen Thriller von M.C. Poets. Ein Werk, das alles mitbringt, was ein grundsolides Buch dieses Genres mitbringen muss.

Die deutsche Touristin Hannah Marcks wird kurz vor dem Ende ihres Amerika-Urlaubs vom FBI verhaftet. Ihr wird vorgeworfen, sie sei die Serienmörderin Elsa Jones, die seit Jahren in den Staaten ihr Unwesen treibt und mindestens zwölf Menschen getötet hat. Hannah, die als studierte Mathematikerin fest daran glaubt, alles mit Logik erklären zu können, und entsprechend die Verwechslung schnell aus dem Weg räumen will, wird eines besseren belehrt: Zwei Jahre lang hält man sie gefangen und ein Gericht verurteilt sie gar zum Tode. Doch genau dann, als es eigentlich kein Entrinnen mehr gibt, erhält sie unerwartete Hilfe. 

Selbst nie in Amerika gewesen
"Berechnung" ist der dritte Roman, den die Deutsche Autorin und Übersetzerin Maria Poets als E-Book veröffentlicht hat. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Werk, weil es in der E-Book-Bestenliste von Amazon auf Platz eins stand und trotz beinahe 200 Reviews eine hohe Durchschnittsbewertung aufwies. Also habe ich mir das E-Book gekauft, ohne dass ich je was vom Titel oder der Autorin gehört, geschweige denn gelesen habe.
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Rezension: Woyzeck von Georg Büchner


„Woyzeck“ von Georg Büchner ist zwar nur eine sehr kurzes, aber dennoch bedeutendes Werk der deutschen Literaturgeschichte und ein sehr anschaulicher Vertreter der Literaturepoche des Vormärz.

Woyzeck ist ein Soldat aus ärmlichen Verhältnissen. Er führt eine Beziehung mit Marie und hat gemeinsam mit ihr ein uneheliches Kind. Damit er für seine beiden Frauen sorgen kann, nimmt er einen zusätzlichen Job an als „Versuchskaninchen“ in einem Experiment. Die Nebenwirkungen des Experiments sind stark und als Woyzeck dann auch noch mitbekommt, dass Marie ihn mit dem Tambourmajor betrügt, sieht er rot.

Wie einleitend erwähnt, ist „Woyzeck“ ein klassischer Vertreter des Vormärz. Hier die wichtigsten Argumente, die das verdeutlichen: Zentrales Element des Vormärz ist die Vermischung zwischen Kunst und Politik. Die Kunst und damit auch die Literatur dient nicht mehr nur der Unterhaltung, sondern sie will aufzeigen, wo die Probleme liegen. Zudem wird auch die nach wie vor vorherrschende Ständegesellschaft angeprangert und da sich die Literatur des Vormärz in erster Linie an die einfache Bevölkerung – also die grosse Masse der Gesellschaft – richtet, sind oftmals Personen aus dem dritten Stand die Helden der Erzählungen. Diese drei Kernelemente sind bei „Woyzeck“ erfüllt: Woyzeck, der arme Soldat, ist der Held der Geschichte und rennt vergeblich gegen die oberen Klassen der Ständegesellschaft an, die vor allem durch die Personen des Doktors, des Hauptmanns und des Tambourmajors verkörpert werden. Dadurch wird die Ungerechtigkeit und die Unterdrückung als (stände)gesellschaftliches Problem zu einem der Hauptmotive des Werks.
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Inhaltsangabe: Woyzeck von Georg Büchner

Inhalt
Woyzeck ist ein einfacher Soldat. Gemeinsam mit seiner Marie hat er ein uneheliches Kind gezeugt. Damit er für die beiden Frauen in seinem Leben sorgen kann, nimmt er einen Zusatzjob an. Er nimmt an einem Experiment eines Arztes teil. Dieser führt mit Woyzeck eine sogenannte Erbsendiät durch, bei Woyzeck jeweils nur eine einzige Erbse essen darf.
Diese radikale Diät hat natürlich grosse Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von Woyzeck. Bald beginnt er zu halluzinieren und fantasieren. Kurz darauf bekommt er Fieber und man will ihn ins Lazarett schicken. Doch Woyzeck hat ganz anderes vor. Er ist überzeugt, dass Marie ihn betrügt und zwar mit dem Tabourmajor. Er hat die beiden gemeinsam gesehen auf einem Tanzball. Er ist entsprechend eifersüchtig auf seinen Kontrahenten im Kampf um Marie und er kauft sich bei einem Juden ein Messer. Für eine Pistole hatte das Geld nicht gereicht.
Mitten in der Nacht lotst er Marie in die Nähe eines Sees. Er spricht mit ihr, lenkt die Diskussion in die Richtung des Tambourmajors und dann sticht er mit dem Messer mehrmals auf sie ein, bis sie stirbt. Woyzeck lässt die Tatwaffe fallen und rennt vom Tatort weg. Er versucht sich in einer Kneipe zu verstecken, doch das Blut von Marie, das auf seiner Kleidung Spuren hinterlassen hat, lässt unangenehme Diskussionen aufkommen im Lokal. Nachdem er die Kneipe verlassen hat, geht er zurück zum Tatort, wirft das Messer in den See hinaus und reinigt sich. Die Nachricht vom Mord an Marie spricht sich rum. Beim Gericht spricht man von einem schönen, einem richtigen Mord. Woyzeck sitzt mit seinem Kind auf dem Schoss, als Karl der Narr kommt, das Kind nimmt und davon rennt.
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Rezension: Open von Andre Agassi


"Open", so der Titel der Biografie des amerikanischen Tennis-Superstars Andre Agassi. Ein Titel, wie er passender nicht sein könnte für dieses absolut ehrliche und authentische Werk über die Karriere einer der charismatischsten Persönlichkeiten, die der Tennissport je gesehen hat. 

"Ich hasse Tennis." Das ist der Satz, der sich durch die gesamte Karriere von Andre Agassi zieht. "Ich hasse Tennis." Eigentlich unvorstellbar, dass einer, der insgesamt 60 Profiturniere, darunter acht Grand Slam Titel, gewonnen hat, so etwas sagt. Doch wer die Biografie des Amerikaners liest, der versteht sehr schnell, warum Agassi diesen Satz bereits im Alter von sieben Jahren zum ersten Mal ausgesprochen hat. 
Sein Vater - ein in Armenien geborener Iraner, der es als Boxer einst an die Olympischen Spiele geschafft hat - trainiert seinen Sohn mit harter Hand. Eine Million Bälle soll Agassi pro Jahr schlagen, damit wird er gut - meist mit der Ballmaschine, die der Vater eigenhändig gebaut hat. Das Prinzip des Vaters geht auf, aber der Hauptgrund, weshalb Andre Agassi Tennis spielt, ist die Angst vor seinem Vater. Er will ihn nicht enttäuschen und deswegen spielt er Tennis, obwohl er den Sport eigentlich hasst. Eindrücklich schildert Agassi in der Folge, wie sich seine Karriere weiter entwickelt hat, wie er in der Akademie von Nick Bollettieri gelitten hat, wie er das Image des Rebellen aufgesetzt bekam, ohne dass er es wollte, und welches gespaltene Verhältnis er zur Presse hatte.
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Inhaltsangabe: Bangalore Masala von Karin Kaiser


Inhalt
Die junge Inderin Anjali arbeitet als Journalistin beim Messenger und ist dort für die People-Rubrik zuständig. Eine Position, die ihr nicht wirklich gefällt, und sie arbeitet daher mit Hochdruck daran, sich komplexeren Themen annehmen zu dürfen. Sie hat viel in ihre Beziehung zum Umweltaktivisten Shakti investiert, der als Anführer der Gruppe Action Green an vorderster Front gegen ein geplantes Grossprojekt am Stadtrand von Bangalore kämpft. Von ihm erhofft sich Anjali brisante Informationen. 
Shakti ist es denn auch, der auf Umwegen brisante Informationen zu diesem Grossprojekt in seine Hände bekommt. Darin ist feinsäuberlich niedergeschrieben, welche Personen mit welchen Summen bestochen wurden, damit die Umzonung des Baugebietes über die Bühne ging und der Technikpark tatsächlich gebaut werden kann. Das Projekt hat auch Umsiedlungen von kleineren Dörfern zu Folge, wogegen die Action Green Gruppierung eine grosse Demonstration organisieren will. Euphorisch von seinem Fund informiert Shakti Anjali und sie bestellt gleich schon mal die Frontgeschichte im Messenger. 
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Rezension: Bangalore Masala von Karin Kaiser


"Bangalore Masala" ist ein solider Kriminalroman, der neben der eigentlichen Handlung auch viele gesellschaftliche und kulturelle Aspekte aus Indien miteinfliessen lässt - leider an gewissen Stellen etwas zu viele. 

Die junge Journalistin Anjali will in ihrer Zeitungsredaktion ernst genommen werden und sich auch mit wichtigen Themen und grossen Fragen auseinandersetzen dürfen. Doch beim Messenger, der Zeitung bei der sie arbeitet,  traut man ihr dies nicht zu. Aber dann stösst sie auf eine heisse Story: Ein riesiger Technikpark, der etwas ausserhalb von Bangalore gebaut und für den ein grosses Stück Wald gerodet werden soll, ist nur dank einer gross angelegten Korruptionsaktion ermöglicht worden. Doch je tiefer Anjali in diese Geschichte eintaucht - unterstützt wird sie dabei von der Umweltgruppe Action Green - desto mehr gerät sie ins Visier der Verbrecher. Diese schrecken vor nichts zurück und entführen sogar Anjalis Sohn Ishaan.

"Indien-Aspekte" nicht optimal eingeflochten
Angekündigt wird ein "Indien-Krimi", der "das Schicksal einer jungen Frau, die sich von den Zwängen tradierter Normen nicht davon abhalten lässt, für die eigenen Ideale einzustehen" erzählt. Genau dieser Aspekt, der Kampf zwischen dem traditionellen Indien und der heutigen, eher westlich orientierten Generation des Landes, hat mich dazu gebracht, das Werk zu lesen. Doch leider kratzt Karin Kaiser in genau diesem Bereich nur an der Oberfläche. Natürlich ist Anjali, die sich nach ihrer Trennung als alleinerziehende Mutter in der Männer dominierten Berufswelt behaupten und sich gegen ihre Familie durchsetzen muss, quasi der Prototyp dieser neuen Generation, doch allein damit ist es noch nicht getan. Da fehlen der Tiefgang und die sozialkritischen Aspekte Indiens. Diese hätte man für meinen Geschmack noch stärker herausarbeiten und optimalerweise mit dem Haupthandlungsstrang verbinden können.
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Online Test zur Literatur nach 1945 in der BRD



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Online Test zur Literaturepoche der Exilliteratur



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Online Test zur Literaturepoche der Weimarer Republik



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Inhaltsangabe: Steckt der britische Journalismus in der Krise? von Philip Schlesinger

Autor Philip Schlesinger geht in diesem Artikel der Frage nach, ob der britische Journalismus in der Krise steckt und wer denn eigentlich definiert, was eine Krise ist. Ausgangslage für seine Argumentation ist die Tatsache, dass er London sowohl als politisches als auch als massenmediales Ballungszentrum von Grossbritannien bezeichnet. Im Vergleich zu andern Orten, habe es dort sehr viele grosse Zeitungspublikationen, die eine grosse Reichweite erlangen würden. Zudem beobachtet er in der britischen Medienlandschaft einen Trend in Richtung Tabloidisierung, was mit einer zunehmenden inhaltlichen und darstellerischen Vereinfachung der journalistischen Inhalte einhergeht. In Kombination damit sieht Schlesinger auch die Lancierung der Gratiszeitungen, die bei der jungen Generation das Gefühl auslöst, dass eine Zeitung kostenlos sein müsse.

In der Folge beschreibt Schlesinger die Argumente derjenigen, die von einer Krise des Journalismus sprechen. Jene Exponenten sehen eine stetig zunehmende Fixierung der Medien auf Stars und Sternchen, genauso wie sie auch einen Trend beobachten, dass immer mehr persönliche und intime Dinge in den Medien breitgetreten werden (Stichwort: Voyeurismus). Ein Kernelement der Argumentation für eine Krise im britischen Journalismus ist das Spin Doctoring. Seit den 1970er Jahren, als Maragert Thatcher an der Macht war, wird von Seiten der an der Macht stehenden Partei versucht, für die eigenen Partei positive und für die politischen Gegner negative Presse zu generieren. Perfektioniert wurde dieses System unter Tony Blair. Dass die Medien darauf reinfallen und wie von den politischen Exponenten gewünscht über die Entwicklungen im Land berichten, spreche klar für eine Krise des Journalismus. Journalismus in dieser Form sei eine Gefährdung für die Demokratie, da er unglaubwürdig, tendenziös und vereinfachend sei.
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Inhaltsangabe: Auf dem Weg in eine andere Demokratie von Thomas Meyer

Der Autor vertritt die These, dass die Politik von den Massenmedien determiniert wird und sich unsere Gesellschaft daher auf dem Weg in eine Mediendemokratie befindet. Dies begründet er damit, dass sich die Politik an den Massenmedien orientiert, um sich zu präsentieren, wodurch es immer stärker zu einer Überlagerung der beiden Systeme kommt. In der Folge beschreibt Meyer die Funktionsweise der beiden Systeme. Die Politikform der Demokratie ist auf die Massenmedien angewiesen, um die Wähler über die Ergebnisse zu informieren. Die Medien wollen dagegen Aufmerksamkeit erreichen. Meyer beschreibt zwei Regelsysteme, an denen sich die Massenmedien orientieren:
  • Selektionslogik: Diese entspricht den Nachrichtenwerten und erklärt, welche News es in die jeweiligen massenmedialen Publikationen schaffen.
  • Inszenierungsform: Die Möglichkeiten der Präsentation der Inhalte.
Die Konsequenz die sich für die Politik aus dieser Funktionsweise der Massenmedien ergibt, führt dazu, dass sich die Politik den Regeln der Medien unterwirft, um die Kontrolle über die Öffentlichkeit zu erlangen. Dies entspricht dem Konzept der Selbstmediatisierung.
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Inhaltsangabe: Tanz auf zwei Hochzeiten von Thomas Koch et al.

Die Autoren dieser Studie haben 18 freie Journalisten (ohne festen Arbeitsvertrag in einem Verlagshaus) mit Hilfe von halbstandardisierten Leitfadeninterviews befragt, die hauptberuflich als Journalisten arbeiten und zugleich auch mindestens 20 Prozent ihres Einkommens aus PR-Nebentätigkeiten beziehen. Diese Propanden wurden zu Konflikten befragt, die aus dieser Doppelrolle entstehen, und zu Präventions- sowie Bewältigungsstrategien.
Die Autoren bemühen zuerst die vorhanden wissenschaftliche Literatur und arbeiten den aktuellen Forschungsstand auf. Sie halten fest, das Journalismus und PR in der Gesellschaft zwei völlig verschiedene Funktionen einnehmen. Journalismus soll aktuelle Themen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Systemen auswählen, bearbeiten und als Medienangebot zur Verfügung stellen. Die PR hingegen soll durchsetzungsfähige Themen herstellen und bereitstellen. Kurz gesagt: Journalismus soll informieren, PR überzeugen. Zudem erfüllt der Journalismus eine öffentlich-normative Aufgabe, was die PR nicht tut.
Die Ergebnisse dieser Studie halten fest, dass die meisten der Befragten im Journalismus ihre Primärsozialisation durchlebt haben und erst später in die PR hineingerutscht sind. Zudem sind sich die meisten der Befragten der möglichen Konflikte durch die Doppelrolle bewusst, nehmen diese aber nicht als Problem wahr. Sie betonen, dass diese Doppeltätigkeit heute weitgehend akzeptiert sei. Die Medienhäuser wüssten um die prekäre Situation der freien Journalisten und die PR-Auftraggeber würden die Doppelrolle der Journalisten gar begrüssen. Die Autoren haben zwei verschiedene Formen der Rollenkonflikte festgestellt:
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Inhaltsangabe: Die Konstruktion von Rasse in den Medien von Stuart Hall

In diesem Text geht Stuart Hall der Frage nach, wie das Konzept der Rasse in den Medien konstruiert wird. Dafür hat er verschiedene massenmediale Produkte (Zeitungen, TV-Berichte, Filme und Serien) in Grossbritannien analysiert. Sein Grundannahme beruht darauf, dass er davon ausgeht, dass die Medien sehr stark mit Alltagskonzepten arbeiten. Zudem definiert er anfänglich den Ideologie-Begriff, da dieser eine zentrale Rolle einnimmt, wenn es um die Konstruktion des Konzepts von Rasse geht. Dabei macht er drei Punkte stark:

  • Eine Ideologie ist nicht ein einzelnes Element, sondern es ist eine Kette von Elementen. 
  • Ideologien entstammen nicht der Idee eines einzelnen Individuums, sondern die Individuen formulieren Absichten innerhalb einer Ideologie, in die sie zumeist hineingeboren wurden. 
  • Eine Ideologie zeichnet sich dadurch aus, dass sie es schafft, Identifikationen und Wissenspositionen zu etablieren, die es ermöglichen, ideologisch geprägte Aussagen als Wahrheit zu verkaufen. 
Ideologien sind für Stuart Hall also in erster Linie Praxen und Institutionen, die den dominanten gesellschaftlichen Diskurs sinnvoll gestalten.
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Inhaltsangabe: Die Themensetzungsfunktion der Massenmedien von Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw

Die Inhaltsangabe basiert auf dem englischen Originaltext "The Agenda-Setting Function of Mass Media" (1972) von Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw

Die grundlegende Idee dieses Ansatzes besteht in der Überlegung, dass die Massenmedien eine zentrale Funktion in der Gesellschaft übernehmen, in dem sie Themen setzen, die die Politik in der Folge behandeln muss. Die Ausgangsbeoachtung dafür war, dass sich die Politiker in erster Linie via Massenmedien an die Leser wenden können. Genauso wie die Leser primär via Massenmedien über die politischen Aktivitäten auf dem Laufenden gehalten werden. Die Massenmedien bestimmen nicht etwa, wie die Menschen denken sollen, sondern worüber sie denken sollen.
Um dies empirisch zu belegen haben McCombs und Shaw vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 1968 in der sogenannten Chapel-Hill-Studie 100 noch unentschlossene Wähler befragt, was denn für sie die wichtigsten politischen Probleme sind (unabhängig davon, was die Politiker selbst erzählen). Diese Antworten haben die beiden Forscher dann mit der Themenrangordnung der Massenmedien verglichen. Dabei haben sie festgestellt, dass eine sehr hohe Korrelation von über 90% bestand.
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Inhaltsangabe: Der Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation von Elihu Katz

Die Inhaltsangab basiert auf dem englischen Originaltext „The Two-Step Flow of Communication: An Up-To-Date Report on an Hypothesis

Die Grundannahme des Zwei-Stufen-Fluss-Modells der Kommunikation besagt, dass nicht die Massenmedien den grössten Einfluss auf ein Individuum und dessen Einstellungen haben, sondern dass es sogenannte Meinungsführer (opinion leaders) sind, die einen deutlich grösseren Einfluss haben, auch wenn diese den Massenmedien stark ausgesetzt sind. Die Kommunikation läuft also via Massenmedien über die Meinungsführer zur breiten Masse.
Elihu Katz untersucht in seinem Review die Erkenntnisse von vier verschiedenen Studien (Merton, Decatur, Elmira und Coleman et al.). Grundlage dafür bot die Studie „The People’s Choice“ von Paul Lazarsfeld, die anhand der Wahlen in Amerika von 1940 zeigte, dass die Bedeutung der persönlichen Kontakte für die Entscheidung wichtiger war als die massenmediale Berichterstattung. Dies manifestierte sich unter anderem daran, dass mehr Personen an (Stammtisch)-Diskussionen teilgenommen haben, als dass sie die Reden der Politiker gehört oder die Berichterstattung in den Zeitungen verfolgt haben. Die interpersonalen Beziehungen waren zudem häufiger und effektiver. Das Problem dieser Studie bestand allerdings darin, dass sich die Meinungsführer, die für die Studie befragt wurden, selbst als Meinungsführer deklarieren mussten.
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Inhaltsangabe: Die Struktur ausländischer Nachrichten von Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge

Die Inhaltsangabe basiert auf der englischen Originalstudie "The structure of foreign news", die im März 1965 im Journal of Peace Research erschienen ist.  

Inhalt
Die beiden Forscher Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge haben in vier norwegischen Zeitungen (eine konservative und eine radikale mit je einer seriöseren Morgenausgabe und einer eher boulevardesken Nachmittagsausgabe) die Kongo, die Kuba und die Zypern-Krise untersucht. Eine der Grundprämissen ihrer Untersuchung ist die Erkenntnis, dass es stets zwei Level der menschlichen Organisation gibt: inter-personal und international. Diese beiden Level sind jedoch miteinander verknüpft und gerade die Massenmedien tragen einen grossen Teil dazu bei, wie auf der internationalen und damit auch auf der inter-personalen Ebene die Weltanschauung konstruiert wird.
Galtung und Ruge haben ein einfaches Modell entwickelt, wie die Entwicklung vom Weltereignis zum persönlichen Bild dieses Ereignisses abläuft. Das Ganze nennen sie "chain of news communication" und diese Kette läuft wie folgt ab: Aus allen Ereignissen auf dieser Welt wählen die Massenmedien diejenigen aus, über die sie berichten wollen. Daraus entsteht das Bild der Massenmedien auf die Welt. Dieses wird von den Rezipienten konsumiert, wobei auch diese aussuchen, was sie konsumieren möchten. Das, was sie konsumieren, stellt dann das persönliche Bild des Rezipienten dar.
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Rezension: Wer den Wind sät von Jerome Lawrence und Robert Edwin Lee


Religion gegen Wissenschaft, Schöpfungslehre gegen Evolutionstheorie oder einfach nur um das Recht, frei denken zu dürfen – um all diese Themen dreht sich der Gerichtsprozess der im Zentrum des Stücks „Wer den Wind sät“ von Jerome Lawrence und Robert Edwin Lee.

Im beschaulichen Städtchen Hillsboro kommt es zu einem spektakulären Gerichtsprozess, der dem Ort eine zuvor nie dagewesene Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu Teil werden lässt: Lehrer Betram Cates wird beschuldigt, in seinem Unterricht die darwinistische Evolutionstheorie vermittelt zu haben und dabei die biblische Schöpfungslehre aussen vor gelassen zu haben. Der Fall von Betram Cates wird zu einem Stellvertreterkonflikt zwischen den Anhängern Darwins und den Anhängern der biblischen Schöpfungsgeschichte. Entsprechend grosses Geschütz fahren die beiden Seiten auf. Die Anklage wird von Colonel Matthew Harrison Brady vertreten und Bertram Cates vom legendären Henry Drummond. Die beiden Schwergewichte kreuzen im Gerichtssaal die Klingen. Gelingt es Drummond, die geschlossen hinter Brady stehende Jury und die Bevölkerung von Hillsboro auf die Seite von Bertram Cates zu bringen?

Historischer Hintergrund
Das Thema allein birgt an sich schon einiges an Brisanz, aber gerade die Tatsache, dass die Erzählung – zumindest teilweise – auf historischen Begebenheiten basiert, steigert diese noch mehr. 1925 kam es zu den sogenannten „Monkey-Trials“ wo der Lehrer John T. Scopes in Tennessee verurteilt wurde, weil er im Unterricht die darwinistische Theorie vermittelt hat. Auch andere Personen im Stücks, unter anderem Hornbeck, Drummond und Brady, haben ein reales Pendant in den „Monkey-Trials“.
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Inhaltsangabe: Wer den Wind sät von Jerome Lawrence und Robert Edwin Lee


Inhaltsangabe und Charakteranalyse basieren auf dem englischen Originaltext "Inherit the Wind"

Inhalt
Akt 1, Szene 1
Es ist ein grosser Tag für die kleine Stadt Hillsboro: Die Anklage gegen den Lehrer Bertram Cates kommt vor Gericht. Der Mann wird beschuldigt, er habe im Unterricht seinen Schülern die Evolutionslehre beigebracht und dabei die biblische Schöpfungslehre nicht respektiert. Die Stadt putzt sich heraus für diesen Anlass, schliesslich wird hoher Besuch erwartet. Die Anklage übernimmt kein geringerer als Colonel Matthew Harrison Brady, der bereits zwei Mal für das Amt des Präsidenten kandidiert hat und in Hillsboro beinahe wie ein Gott verehrt wird. Zudem sind auch Journalisten vor Ort und berichten über den spektakulären Fall.
Brady wird in der Stadt wie ein Held empfangen, posiert für Fotos und hält eine Ansprache. Seine Anhänger und er sind siegessicher. Das ändert sich, als sie erfahren, wer die Verteidigung von Cates übernimmt: Der legendäre Rechtsanwalt Henry Drummond, der vor keinem Fall zurück schreckt und dabei meist auch gewinnt – egal wie aussichtlos sich die Situation präsentiert. Da Drummond jetzt auch noch die Verteidigung von Frevler Cates übernimmt, wird er von der Bevölkerung von Hillsboro als gottloser Mann abgestempelt.
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