Inhaltsangabe: Montecristo von Martin Suter


Inhalt

1. Teil
An einem Promianlass, über den Jonas Brand einen kurzen Videobericht erstellen soll, lernt er Marina kennen. Die Kommunikationsexpertin hat es ihm angetan und sie verabreden sich zu einem Date. Als er von diesem Date nach Hause kommt, stellt er überrascht fest, dass sich in seinem Portemonnaie zwei 100er Noten befinden, die exakt dieselbe Seriennummer aufweisen. Brand ist verwirrt und entschliesst sich, am nächsten Tag zur Bank zu gehen. Sein Bankberater Herr Weber prüft die Noten und erklärt ihm, dass beide echt seien.
Die darauffolgende Nacht verbringt er bei Marina. Als er danach in seine Wohnung zurückkehrt, stellt er fest, dass eingebrochen wurde. Es fehlt jedoch nichts – auch die beiden 100er, die Brand gut versteckt hatte, sind noch da. Am selben Tag wird Brand auf offener Strasse überfallen. Sein Portemonnaie wird gestohlen. Brand meldet – wie bereits den Einbruch – auch den Überall der Polizei. Da jedoch beide Male nichts Schlimmes passiert ist, schenkt die Polizei ihm nur wenig Gehör.

Jonas Brand nimmt die beiden 100er und zeigt sie dem genialen Wirtschaftsjournalisten Max Gantenbein, der fürs Schweizer Fernsehen arbeitet. Der erkennt sofort die Brisanz, welche hinter den beiden identischen Noten steckt und erklärt Brand, dass dies für ihn gefährlich werden könnte, denn die Firma Coromag, welche die Banknoten druckt, steckt in einer Krise und kann sich keinen Skandal mehr leisten.
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Rezension: Funny Girl von Anthony McCarten


Eine junge Muslimin, die sich in einer Burka auf die Bühne stellt und als Comedian Witze über den Islam erzählt – das ist die Grundidee des Werks „Funny girl“ von Anthony McCarten. Eine Idee, die ein brisantes Werk verspricht. 


Azime ist eine junge Muslimin, die im Londoner Vorort Green Lane aufwächst. Ihre Familie ist sehr traditionsbewusst: Vater Aristot ist Möbelhändler, die Mutter Sabite Hausfrau und Sohn Zeki fühlt sich wie der Herr im Haus und meint, seine zwei Schwestern erziehen zu müssen. Die jüngste Töchter Döndü wählt den Weg des geringsten Widerstands und unterwirft sich dem Diktat der Familie. Die einzige Querulantin ist Azime, das älteste der drei Kinder. Sie lässt sich nicht unterkriegen und macht sich einen Spass daraus, alle Heiratskandidaten, die ihre Mutter für sie aussucht, zu vergraulen. Azime hat ein besonderes Faible für Humor. Sie kann Witze erzählen und Leute zum Lachen bringen. Über ihren Freund Deniz wird sie Teil einer Comedy Schule, wo sie erste Bühnenerfahrung sammelt. Und dann tritt sie, ohne es wirklich zu wollen, auf einer grossen Bühne auf – in einer Burka. Ein Auftritt, der ihr Leben verändern sollte.

Geniale Grundidee
Ich habe von Anthony McCarten bereits die zweiteilige Geschichte des krebskranken Donald gelesen und war davon begeistert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Funny Girl“, vor allem nach dem ich gelesen hatte, worum es ging: Eine junge Muslimin stellt sich in einer Burka auf die Bühne und macht sich über ihre eigene Religion lustig. Eine – wie ich finde – geniale Idee, um ein ebenso kurzweiliges, wie tiefgründiges und gesellschaftskritisches Werk zu verfassen.
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Rezension: Montecristo von Martin Suter


Mit „Montecristo“ vermag der Schweizer Starautor Martin Suter wieder an seine besten Tage anknüpfen. Ein spannender, hochaktueller Roman mit einem beklemmenden Ende – sehr empfehlenswert.

Videojournalist Jonas Brand traut seinen Augen nicht: Er hält zwei 100er Noten mit der exakt gleichen Seriennummer in den Händen. Etwas, das es eigentlich gar nicht geben kann. Und dann wird ihm von seinem Bankberater auch noch bestätigt, dass beide Noten echt sind. Kurz darauf wird bei Jonas Brand eingebrochen und er wird auf offener Strasse überfallen. Trotzdem versucht Brand der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Er erhofft sich, dass er mit dieser Geschichte doch noch zu einem respektierten Videojournalisten wird und sich aus der Peopleszene verabschieden kann. Doch er unterschätzt die Macht seiner Gegner. Bald schon kommt er mit der Recherche nicht mehr weiter. Dafür bietet sich ihm plötzlich wie aus dem Nichts die Chance, sein langersehntes Filmprojekt "Montecristo" zu verwirklichen. Der befreundete Journalist Max Gantenbein, der mit ihm an der Geschichte gearbeitet hat, wittert eine Verschwörung. Doch Jonas ist zu euphorisch, dass er sein Filmprojekt verwirklichen kann. Doch dann stirbt Max plötzlich bei einem Brand und Jonas realisiert, dass auch er in grosser Gefahr schwebt.

Gelungener Hauptcharakter
Martin Suter ist zurück! Mit seinem neusten Werk schafft er es (fast) wieder, an seine früheren Werke wie „Small World“ oder „Die dunkle Seite des Mondes“ anzuknüpfen. Dies nachdem mir die Allmen Serie nicht wirklich gefallen hat und je länger sie dauerte, immer einfallsloser wirkte. Nun aber spielt Suter seine gewohnten Stärken wieder aus:
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Inhaltsangabe: Die Boulevard-Ratten von Philipp Probst


Inhalt
Joel Thommen arbeitet als Paparazzi. Sein Geschäft läuft nicht gut und er hofft, dass er wenigstens im beliebten Urlaubsort St.Moritz ein paar Promis vor die Linse bekommt. Und siehe da, er schafft es, heimlich ein Bild von Bundesrat Luis Battista und seiner Geliebten zu schiessen. Doch die Folgen sind gravierend. Die unbekannte Frau scheint einflussreich zu sein, denn kurz nachdem Joel das Bild geschossen hat, erhält er auf dem Sessellift ungemütliche Begleiter, die ihn zusammenschlagen und vom Sessellift werfen. Joel entkommt nur ganz knapp dem Erfrierungstod.
Seine Chefin Myrta Tennemann, Chefredakteurin des People Magazins „Schweizer Presse“ wird informiert und reist sofort nach St.Moritz, um Joel zu besuchen. Als Joel aufwacht, gibt er ihr als erstes das Bild von Battista. Als Myrta wieder weg ist, wird er noch im Spitalbett bedroht, dass er umgebracht würde, wenn die Bilder irgendwo veröffentlicht werden. Myrta veröffentlicht das Bild trotzdem auf der Titelseite. Mittlerweile haben sie auch herausgefunden, wer die unbekannte Geliebte des angeblichen Vorzeigefamilienvaters Luis Battista ist: Karolina Thea Fröhlicher, eine sehr reiche Pferdebesitzerin aus Deutschland.

Seinem PR-Berater erzählt Luis Battista, dass er Karolina Thea Fröhlicher liebt und dass es ihm völlig egal sei, dass sie reich und ihr Vater der Chef von Labobale sei, einem Chemieunternehmen, dem er auf nicht ganz legale Weise einen Standort in Basel vermittelt hat. Zu den Medien will er entsprechend nichts sagen und so beginnen diese selber zu recherchieren. „Aktuell“-Reporter Alexander Gaster findet den Skilehrer von Battista und dieser plaudert aus, dass Battista die Frau liebt und dass sie gemeinsam ein paar Tage in St.Moritz verbracht haben. Zudem erhält Joel Thommen beim „Aktuell“ eine Festanstellung und beginnt ebenfalls an der Story zu arbeiten.

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Rezension: Boulevard-Ratten von Philipp Probst


Nachdem mir "Der Storykiller" von Philipp Probst sehr gut gefallen hatte, holte ich mir gleich auch noch das zweite Buch "Boulevard-Ratten" vom selben Autor. Und meine Erwartungen wurden erfüllt, auch wenn es mir nicht ganz gleich gut gefallen hat wie der Vorgänger. 

Bundesrat Luis Battista wird in den Winterferien beim Fremdflirten erwischt. People-Fotograf Joël Thommen hat den Schweizer Politiker fotografieren können. Doch das Foto kommt ihn teuer zu stehen. Die unbekannte Frau an der Seite des Bundesrates wird von Leibwächtern geschützt und die gehen alles andere als zimperlich um mit dem Fotografen: Sie stossen ihn vom Sessellift. Beim Sturz verletzt sich Thommen am Bein und entkommt nur mit viel Glück dem Erfrierungstod. Glücklicherweise konnte er seine Bilder retten und an Myrta Tennemann, Chefredakteurin des People Magazins "Schweizer Presse" senden. Dort wird das Foto auf der Titelseite veröffentlicht, denn die unbekannte Begleiterin des Bundesrats, der Frau und Kinder hat, stellt sich als die superreiche Deutsche Karolina Thea Fröhlicher heraus. Die Story ist ein gefundenes Fressen für die Presse. Bald schon kommen immer mehr Details zu dieser Affäre ans Licht und die Luft für den Bundesrat wird dünn. Doch dann ist Battista plötzlich verschwunden. Ob sein Verschwinden im Zusammenhang mit dem Basler Pharmaunternehmen Labobale steht, das dem Vater von Karolina Thea Fröhlicher gehört, bei dem ein Experiment mit gefährlichen Viren aus den Fugen geraten ist?

Glaubwürdig dank eigener Erfahrung
Wie bereits in "Der Storykiller" spielt der Krimi von Philipp Probst auch diesmal in der Schweizer Medienszene, dem Milieu also, in dem sich der ehemalige Journalist bestens auskennt. Und genau deshalb kommt auch dieser Krimi wieder sehr glaubwürdig daher und Probst weiss erneut mit seinem süffigen Schreibstil und dem clever aufgebauten Spannungsbogen zu überzeugen.
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Inhaltsangabe: Der Storykiller von Philipp Probst


Inhalt
Nachrichtenchef Peter Renner, der bei der grössten Schweizer Tageszeitung "Aktuell" arbeitet, liefert einen Primeur: Der bekannte Politiker Alfred Jesper, ein erfahrener Wanderer, ist bei einer Bergtour zu Tode gestürzt. Renner schreibt einen boulevardesken Artikel, der auf der Frontseite von "Aktuell" erscheint - sehr zum Missfallen der Verlegerin Emma Lemovski, die lieber seriösen Journalismus betreiben möchte. 
Dennoch hat Renner damit eine Lawine losgetreten. Alle anderen Medien springen auf die Story auf und damit "Aktuell" seinen Vorsprung weiter behalten kann, schickt Renner den jungen Reporter Alexander Gaster gemeinsam mit dem Fotografen Henry Tussot aufs Faulhorn im Berner Oberland. Die beiden sollen recherchieren und die Story zum Tod von Jasper weiterdrehen. Sie finden heraus, dass von Jaspers Hund jede Spur fehlt und erhalten zudem die Bestätigung, dass Jasper nicht mit seiner Frau auf dem Faulhorn war. Diese Informationen erhalten sie von Hüttenwart Fritz Balmer. Er weist ihnen auch den Weg zur Absturzstelle. 
Mit der Story über den Tod von Jasper sorgt "Aktuell" weiter für Aufmerksamkeit. Auf die Titelseite schafft es der Artikel von Gaster jedoch nicht, denn Jonas Haberer, der Politikchef von "Aktuell" landet mit der Veröffentlichung einer brisanten Armeeakte namens T-Rex, die über die Abschaffung der Schweizer Armee informiert, einen erneuten Primeur. Doch die Story um Jasper bleibt heiss, denn mitten in der Nacht meldet sich ein anonymer Anrufer beim Webradio von "Aktuell" und erzählt, er hätte gesehen wie Jasper in den Abgrund gestossen wurde.
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Rezension: Der Storykiller von Philipp Probst


„Der Storykiller“ des Schweizer Autoren Philipp Probst ist zugleich ein spannender Krimi und eine soziologische Milieustudie über die Medienszene, ihre Protagonisten, ihre Arbeitsweisen und ihre Dilemmas während der täglichen Arbeit

Alexander Gaster arbeitet in der Redaktion der grössten Schweizer Tageszeitung „Aktuell“. Beim Gratisblatt hat er bereits als Praktikant gearbeitet und wurde danach als Report festangestellt. Auf seine erste grosse Story wartet er jedoch noch immer – und wird immer ungeduldiger. Als dann im Berner Oberland der berühmte Politker Alfred Jasper bei einer Wanderung zu Tode stürzt, bekommt Gaster die Chance, sich zu beweisen. Voller Elan stürzt er sich in die Geschichte. Gemeinsam mit Nachrichtenchef Peter Renner findet er immer mehr Hinweise darauf, dass Jasper in ein grosses, umstrittenes Projekt verstrickt war und sein Tod vielleicht kein Unfall war. Gaster und Renner recherchieren weiter, doch bald schon erkennen sie, dass sie selbst in der eigenen Redaktion auf Widerstand stossen.

Spannendes Insiderwissen
Philipp Probst hat selber viele Jahre als Journalist gearbeitet und tut dies noch heute. Das merkt man seiner Geschichte an. Einerseits hat er deswegen eine sehr saubere, leicht verständliche Schreibe, die aber trotzdem nicht plump, sondern stets süffig daherkommt. Und andererseits lässt er seine Kenntnis über die Art und Weise wie Medien arbeiten, welche Gedanken sich Journalisten und Fotografen machen und mit welchen Problem sie sich bei der täglichen Arbeit herumschlagen müssen, eindrücklich in die Geschichte einfliessen. Seine Beobachtungen sind messerscharf und treffen immer wieder ins Schwarze, auch wenn sich das eine oder andere Klischee einschleicht.
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Rezension: Excess – Verschwörung zur Weltherrschaft von Mathias Frey


Der Erstling des Deutschen Autoren Mathias Frey erschien zuerst als E-Book und wurde dann aufgrund des grossen Erfolgs auch in gedruckter Form vertrieben – absolut zu Recht, denn „Excess – Verschwörung zur Weltherrschaft“ muss sich selbst vor den ganz Grossen des Genres nicht verstecken.

David Isler, Analytiker des Schweizer Nachrichtendienstes, ist Spezialist für Amerika und glaubt, auf eine ganz grosse Sache gestossen zu sein. Seine Hypothese ist jedoch derart abenteurlich, dass er nicht weiss, wem er sie anvertrauen kann. Doch selbst die kühnsten Vorstellungen von Isler werden übertroffen, als erkennt, dass die militärische Übung Excess im texanischen Sandrock gar keine Übung ist, sondern bitterer Ernst: Über 1000 Menschen wurden mit Giftgas ermordet – scheinbar bewilligt von der amerikanischen Regierung um Präsidentin Jeanne Adams. Isler glaubt jedoch nicht, dass die Regierung dahinter steckt und beginnt zu recherchieren. Doch die Zeit läuft ihm davon.

Die richtigen Zutaten
Mathias Frey mischt in seinem Erstling gleich alle Zutaten eines grossartigen Thrillers zusammen: Eine politische Verschwörung, in die selbst die höchsten Politiker des Landes verstrickt sind, und ein Einzelkämpfer, der fast ohne Rückendeckung versucht, die Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, vor dem schlimmsten zu bewahren. Diese Ingredienzen werden gemischt mit einem sehr süffigen Schreibstil und einer Storyline, die den Leser ein ums andere Mal überrascht und die Geschichte in eine neue, noch grössere Dimension hebt.
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Inhaltsangabe: Excess – Verschwörung zur Weltregierung von Mathias Frey


Inhalt
David Isler arbeitet beim Schweizer Nachrichtendienst als Analytiker. Sein Spezialgebiet sind die USA. Und da wird er auf einige Vorgänge aufmerksam, die sonst niemandem aufgefallen sind und von denen auch niemand hätte erfahren sollen: Er beobachtet den Sprecher des Amerikanischen Kongress Art Sinshy in einem Hotel in Genf, wo er sich mit einigen hochrangigen Repräsentanten der Amerikanischen Geheimdienste trifft. Was genau sie in Genf besprechen, weiss Isler noch nicht, doch er macht sich auf die Suche. Bald schon hat er eine äusserst gewagte Hypothese auf die Beine gestellt, die er über den befreundeten Bundespräsidenten Giovanni Mattei der Amerikanischen Präsidentin Jeanne Adams zukommen lässt.

In einem kleinen Dorf in Texas findet angeblich eine militärische Übung statt, doch es ist viel mehr als nur eine militärische Übung. Den Bewohnern des Ortes Sandrock wird ein bis ins kleineste Detail durchgeplantes Medienszenario vorgespielt. Dieses handelt von einer sich extrem schnell über die gesamte Welt ausbreitenden Terrorwelle, bei der Millionen von Menschen sterben, über Amerika eine Atombombe abgeworfen wird und bei der sowohl die Amerikanische Präsidentin als auch ihr Vize ermordet werden. Das Ziel dieses angeblich soziologischen Feldexperiments mit dem Namen „Excess“ ist es, zu schauen, wie die Menschen in Sandrock auf das Medienszenario reagieren und ob sie dadurch empfänglich werden für die Idee der Bildung einer Weltregierung. Das zumindest glauben die beteiligten Personen, die das Experiment leiten.
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Inhaltsangabe: Legend 3 – Berstende Sterne von Marie Lu


Inhalt:
Day wohnt gemeinsam mit seinem Bruder Eden in San Francisco. Sein Gesundheitszustand ist mässig und von June hat er seit Monaten nichts mehr gehört. Das Friedensabkommen, das die Republik mit den Kolonien angestrebt hat, ist derzeit gefährdet, da in den Kolonien eine Seuche ausgebrochen ist und die Kolonien die Republik beschuldigen, die Seuche bewusst zum Ausbruch gebracht zu haben. Genau aus diesem Grund findet ein Krisengipfel in der Republik statt und zu dem soll auch Day kommen.
Bei diesem Krisengipfel möchte Anden, der Elektor der Republik, dass Day seinen Bruder Eden erneut in die Hände der Republik gibt. Dies mit der Überlegung, dass dieser bei der Suche nach einem Gegenmittel gegen die Seuche helfen kann, da er früher als Träger der Seuche im Krieg gegen die Kolonien eingesetzt worden war. Day weigert sich jedoch, seinen Bruder für diese Zwecke erneut an die Republik auszuliefern.

Commander Jameson und Thomas, die gemeinsam am Mord-Komplott gegen Anden beteiligt waren, werden zum Tode verurteilt. Bei der Anhörung spricht Jameson erneut eine Drohung in Richtung Anden aus. Kurz darauf besucht June Thomas. Er hat um ein letztes Gespräch gebeten vor seiner Hinrichtung. Er erzählt June dabei, dass er ihren Bruder Metias geliebt hatte und dass er ihn jedoch trotzdem umgebracht hat – es sei ein Befehlt der Republik gewesen und den hätte er nicht ignorieren können. June weiss nicht, was sie davon halten soll.
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Inhaltsangabe: Legend 2 - Schwelender Sturm von Marie Lu


Inhalt
June und Day entkommen den Soldaten der Republik ganz knapp und flüchten im Zug nach Los Angeles. Beide sind körperlich angeschlagen, wobei es Day stärker erwischt hat. Beiden ist klar, dass sie Hilfe brauchen, wenn sie endgültig entkommen wollen. Und die einzigen, die ihnen helfen können, sind die Patrioten. Genau diese suchen und finden sie in Los Angeles. 
In der Zwischenzeit ist der Elektor der Republik verstorben und sein Sohn Anden hat das Zepter übernommen. Das passt den Patrioten überhaupt nicht und sie planen, den jungen Nachfolger zu ermorden. Für diesen waghalsigen Plan brauchen sie die Hilfe von Day und June. Die beiden akzeptieren diesen Vorschlag im Tausch gegen ihre eigene Sicherheit und medizinische Versorgung für Day, dessen Bein operiert wird. 

Der Plan der Patrioten sieht vor, June als Spionen zurück in die Republik zu schicken. Dort stellt sie sich Thomas, der sie verhaftet. June gibt in der Folge vor, sie habe wichtige Informationen über ein geplantes Attentat der Patrioten auf den Elektor, damit dieser seine Pläne ändert und direkt in die tatsächliche Falle der Patrioten tappt. Kaede, June und die anderen Patrioten besteigen - angeführt von Razor, dem Chef der Patrioten -  ein Kriegsschiff der Republik und fliegen damit in die Hauptstadt, um das Attentat auf den Elektor vorzubereiten. Dies tun sie in unterirdischen Tunelsystemen, in denen Day erstmals TV-Programme von ausserhalb der Republik zu Gesicht bekommt. Dabei findet er heraus, dass die Republik ausserhalb der Grenzen als brutale Militärdiktatur wahrgenommen wird, die lediglich dank den Fördergeldern anderer Länder überlebt.
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Rezension: Legend - Schwelender Sturm von Marie Lu


"Legend - schwelender Sturm" ist der zweite Teil der Triologie der Amerikanischen Autorin Marie Lu, der sich um die beiden Teenager June und Day dreht. Mit dem überzeugenden ersten Teil vermag das Werk nicht mehr mitzuhalten, bietet jedoch noch immer eine anständige Lektüre. 

June und Day fliehen aus der Hauptstadt und machen sich auf den Weg nach Los Angeles, wo sie sich den Patrioten anschliessen wollen. Dort angekommen, erfahren sie, dass der Elektor der Republik gestorben ist und sein Sohn Anden die Macht übernommen hat. Die Patrioten erklären sich bereit, Day und June aufzunehmen und sich um den verletzten Day zu kümmern - allerdings nur unter der Bedingung, dass die beiden ihnen helfen, den neuen Elektor der Republik zu ermorden und dadurch eine Revolution anzuzetteln, um die Republik und die Kolonien  wieder zu vereinen. Aufgrund mangelnder Alternativen entschliessen sich Day und June, den Deal anzunehmen. Doch schon bald keimen Zweifel auf, ob der neue Elektor tatsächlich ein so schlechter Mensch ist und umgebracht werden soll oder ob nicht vielleicht die Patrioten auf der falschen Seite stehen. 

Komplexität tut der Handlung gut
Im zweiten Teil gelingt es Marie Lu auf überzeugende Art und Weise die ziemlich isolierte Geschichte von June und Day, wie sie im ersten Band erzählt wird, in einen grösseren Gesamtkontext zu stellen. Genau wie die beiden Protagonisten erfährt auch der Leser im zweiten Band, wie es um die Republik wirklich steht. Dass praktisch alles, was Day und June über die Stärken der Republik zu wissen glaubten, reine Propaganda war und ihre Heimat im Vergleich zum Rest der Welt technologisch weit hinterher hinkt. Diese neue Dimension bringt eine neue Komplexität hinein, die der Handlung gut tut. Sie hätte für meinen Geschmack allerdings noch etwas mehr ausgearbeitet werden dürfen - vor allem zu Gunsten der im folgenden Abschnitt aufgeführten Punkte:
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Inhaltsangabe: Legend – fallender Himmel von Marie Lu


Inhalt
Der 15-jährige Day ist der meistgesuchte Verbrecher in der Republik. Er ist ein Strassenjunge, der den grossen Test im Alter von zehn Jahren nicht bestanden hat und deswegen eigentlich längst hätte tot sein sollen. Irgendwie hat er aber überlebt und schlägt sich nun auf der Strasse mit seiner Kollegin Tess durch. Und nicht nur das, er setzt mit seinen aussergewöhnlichen Fähigkeiten alles daran, der Republik, die ihn aus dem Weg schaffen wollte, zu schaden. Schon verschiedenste Sabotageakte gehen auf sein Konto.
Die Situation in der Republik ist unangenehm. Nicht nur für Day. In den Armenvierteln treibt eine Seuche ihr Unwesen. Grosse Teile der Städte sind betroffen und wie Day entsetzt feststellt, markiert die Seuchenpolizei auch die Wohnungstür seiner Familie. Allerdings nicht mit einem roten X wie bei allen anderen Opfer, sondern mit einem durchgestrichenen X – das Zeichen für eine mutierte Form der Seuche. Day findet heraus, dass sein jüngster Bruder Eden  infiziert wurde. Sofort heckt er einen Plan aus, um ihm zu helfen. Mitten in der Nacht bricht er in ein Krankenhaus ein, um die Gegenmittel für die Seuche zu stehlen. Doch der schlecht geplante Einbruch geht schief. Day wird entdeckt, kann keine Seuchenmittel klauen und wird auf der Flucht beinahe gestellt von Captain Metias Iparis. Day kann ihn jedoch mit einem gezielten Messerwurf in die Schulter abwehren und entkommt ganz knapp.
Metias ist trotzdem gestorben. Und ausgerechnet seine kleine Schwester, das Republikwunderkind June Iparis, die als bisher einzige den grossen Test mit der vollen Punktzahl absolviert hat, soll bei den Ermittlungen helfen. Schnell ist für die Republik klar, dass Day der Täter ist. June, ebenfalls 15 Jahre alt, nimmt nach der Beerdigung ihres Bruders die Fährte auf. Sie will Day mit einem gestreuten Gerücht, jemand hätte Seuchenmedikamente zu verkaufen, aus dem Versteck locken. Der weiss jedoch sofort, dass es eine Falle ist. Trotzdem geht er hin, in der Hoffnung die Medikamente klauen zu können. Funktioniert hat es nicht, denn als June sich wegen ihres Auftraggeber verplappert hat, ist Day verschwunden.
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Rezension: Legend – Fallender Himmel von Marie Lu


„Legend – Fallender Himmel“ ist der erste Band einer Jugendroman-Trilogie, die mit einer interessanten Zukunftsvision aufwartet und – obwohl viele Klischees bedient werden – grossen Lesespass bietet.

Aufgrund der Klimaerwärmung sind die Polarkappen geschmolzen und viele Millionen Menschen gestorben. Die Weltkarte hat sich völlig verändert. Afrika und die Antarktis sind zu blühenden Zentren der Technologie und Wirtschaft geworden. Amerika dagegen hat sich negativ entwickelt: Das Land ist nicht mehr vereint, sondern geteilt in die Kolonien und die Republik. Eine Republik, die mit eiserner Hand geführt wird und deren Bewohner brutal unterdrückt werden.
Der 15-jährige Day ist einer aus der armen Schicht, einer für den der Staat keine Verwendung mehr hat. Ein Strassenkind. Er ist jedoch sehr geschickt und schafft es immer wieder, die Staatsmaschinerie zu sabotieren. So wird er zum meistgesuchten Verbrecher der Republik. Auf ihn wird die junge June Iparis, das Wunderkind der Republik angesetzt. Sie hat eine besondere Motivation Day zu finden, denn er hat ihren Bruder Metias getötet. So sieht es zumindest anfänglich aus.
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Rezension: Der tadellose Herr Taft von Husch Josten


„Der tadellose Herr Taft“ ist das dritte Werk von Husch Josten. Ein Roman, der sich um grosse Themen wie Liebe, Trennung, Politik und Krieg dreht – ein gewagter Mix, der Josten jedoch auf äusserst elegante Weise hervorragend gelingt.

Daniel Taft wird von einem Tag auf den anderen verlassen. Als er von einer Geschäftsreise nach Hause kommt, ist seine Ehefrau Veronika, die er erst wenige Monate zuvor kennen gelernt hat, verschwunden – ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Taft ist am Boden zerstört, sucht verzweifelt nach Gründen und richtet sein Leben voll und ganz darauf aus, Veronika zu finden. Er verlässt Paris, zieht in ihre Heimatstadt Köln und eröffnet dort einen Laden, in dem er Themenkarten verkauft, mit Hilfe derer er die Trennung zu verarbeiten versucht. Verschiedenste Leute melden sich bei ihm, gratulieren ihm zu seiner grossartigen Geschäftsidee, wollen ihn überzeugen, in die Politik zu wechseln oder mit seinem Geschäft zu expandieren. Aber von Veronika hört er über ein Jahr lang kein Wort.

Themenkarten als roter Faden
Bereits „In Sachen Joseph“, der erste Roman von Husch Josten, die mir zum damaligen Zeitpunkt noch völlig unbekannt war, hat mich überrascht – im positiven Sinne. Entsprechend waren meine Erwartungen an „Der tadellose Herr Taft“ wesentlich höher, doch ich wurde wieder überrascht, denn es war eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Liebe, Trennung, Krieg, Politik, Medien – es sind grosse Themen, denen sich Husch Josten in ihrem Roman annimmt. Trotzdem schafft sie es, diese allesamt elegant miteinander zu verweben. Und das alles in der Person von Daniel Taft, der sich auf die verzweifelte Suche nach seiner Ehefrau Veronika begibt.
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Inhaltsangabe: Der tadellose Herr Taft von Husch Josten


Inhalt
Am 16. Juli hat Daniel Taft sein Urteilsvermögen und seine Orientierung verloren. Dies weil seine grosse Liebe Veronika, die er kurz davor geheiratet hatte und von der er glaubte, dass sie die Richtige fürs Leben ist, ihn Hals über Kopf verlassen hat. Und das bloss, weil Taft am Flughafen mit ihr telefoniert hatte, in diesem Gespräch das Wort „Sturm“ gefallen war und eine hysterische Frau neben Taft ihm das Mobiltelefon entrissen und mit Veronika telefoniert hatte. Daraufhin sagt sie Taft „Du musst mir nichts mehr erklären“ und als er zu Hause ankam, hatte Veronika all ihre Sachen aus der gemeinsamen Wohnung entfernt und war verschwunden.
Nach der ersten Verzweiflung realisiert Taft, dass das Telefonat kaum der Auslöser für die Flucht gewesen sein dürfte. Dafür war alles zu präzise geplant und zu gründlich. Zwei Wochen nach ihrem Verschwinden lässt Veronika via ihre Mutter ausrichten, dass es ihr gut gehe. Mehr erfährt Taft nicht.

Er zieht von Paris nach Köln, in die Heimatstadt von Veronika. Dort eröffnet er einen Laden mit dem Namen „Theorie“. Die Idee dahinter ist einfach: Taft verkauft Karten, auf die er nur ein einzelnes Wort schreibt. Ein Thema, das als Denkanstoss dienen soll. Er liefert seinen Kunden Themen und obwohl er nicht wirklich mit viel Elan in diese Projekt startet und sein einziges Ziel ist, die Trennung von Veronika in Form dieser Themen zu verarbeiten, hat der Laden grossen Erfolg. Die Medien berichten über ihn und ganze Reisegruppen machen mit ihren Bussen halt vor seinem Geschäft.
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