Inhaltsangabe: Montecristo von Martin Suter


Inhalt

1. Teil
An einem Promianlass, über den Jonas Brand einen kurzen Videobericht erstellen soll, lernt er Marina kennen. Die Kommunikationsexpertin hat es ihm angetan und sie verabreden sich zu einem Date. Als er von diesem Date nach Hause kommt, stellt er überrascht fest, dass sich in seinem Portemonnaie zwei 100er Noten befinden, die exakt dieselbe Seriennummer aufweisen. Brand ist verwirrt und entschliesst sich, am nächsten Tag zur Bank zu gehen. Sein Bankberater Herr Weber prüft die Noten und erklärt ihm, dass beide echt seien.
Die darauffolgende Nacht verbringt er bei Marina. Als er danach in seine Wohnung zurückkehrt, stellt er fest, dass eingebrochen wurde. Es fehlt jedoch nichts – auch die beiden 100er, die Brand gut versteckt hatte, sind noch da. Am selben Tag wird Brand auf offener Strasse überfallen. Sein Portemonnaie wird gestohlen. Brand meldet – wie bereits den Einbruch – auch den Überall der Polizei. Da jedoch beide Male nichts Schlimmes passiert ist, schenkt die Polizei ihm nur wenig Gehör.

Jonas Brand nimmt die beiden 100er und zeigt sie dem genialen Wirtschaftsjournalisten Max Gantenbein, der fürs Schweizer Fernsehen arbeitet. Der erkennt sofort die Brisanz, welche hinter den beiden identischen Noten steckt und erklärt Brand, dass dies für ihn gefährlich werden könnte, denn die Firma Coromag, welche die Banknoten druckt, steckt in einer Krise und kann sich keinen Skandal mehr leisten.
Jonas Brand wittert seine Chance, sich vielleicht doch noch einen Namen machen zu können als renommierter Videojournalist. Unter dem Vorwand, eine Serie über Promis zu drehen, wendet er sich an Coromag-CEO Adam Diller. Während dem anfänglich unverfänglichen Gespräch zeigt Brand dem CEO die beiden Banknoten. Auch er bestätigt deren Echtheit. Brand bringt die Noten zur Bank GCBS und lässt sie dort in einem Schliessfach einschliessen.

Adam Dillier nimmt sofort mit dem Chef der Bank GCBS Kontakt auf, um ihm von dem Vorfall zu berichten. Dieser wusste aber bereits davon. Das Problem ist einem Mitarbeiter namens Pedro Birrer zu verdanken, der die doppelt gedruckten Banknoten eigentlich hätte schreddern sollen, jedoch tausend 100er Noten hat mitgehen lassen. Rund 12 000 Franken hat er bereits ausgegeben. Trotz des Diebstahls behält er seinen Job, wird jedoch durch einen „Autounfall“ im Auftrag des Bankchefs liquidiert.

Nach Adam Dillier interviewt Jonas Brand einen renommierten Numismatiker. Er ist der erste, der die eine Banknote als Fälschung entlarvt. Brand gibt jedoch nicht auf. Er ist sich jetzt sicher, dass er eine seriöse Reportage aus diesem Fall machen will.

2. Teil
Jonas Brand findet beim Aufräumen altes Videomaterial, das er eins in einem Zug gedreht hatte. Es handelte sich damals um einen mysteriösen Selbstmord, bei dem jemand aus dem Fenster gesprungen sein soll. Das Video weckt sein Interesse und Brand will der Sache auf den Grund gehen. Er nimmt wieder denselben Zug und sucht die Pendler, die er damals interviewt hatte. Er findet heraus, dass der Tote Paolo Contini hiess, ein äusserst erfolgreicher Trader war und eine Frau und zwei Kinder hatte. Dass er Selbstmord begehen könnte, hatte niemand geahnt. Brand will eine Chronik des Selbstmörders drehen und interviewt deswegen einen Kollegen und die Witwe von Contini. Diese erzählt ihm, dass sie nicht an einen Selbstmord glaube, da ihr Mann eine Woche vor dem Tod plötzlich sehr erleichtert und glücklich gewesen war. Was Brand auffällt: Contini war Trader bei der Bank, die ihm die Echtheit seiner beiden 100er bestätigt hatte. Zufall?
Max Gantenbein und Jonas Brand sind sich sicher, dass die Bank GCBS seine echte durch eine gefälschte Banknote ersetzt hat. Brand recherchiert weiter, wirbelt bei der GCBS, den Tradern und Continis Familie Staub auf. Dann beginnen plötzlich alle zu blocken, geben keine Auskunft mehr und selbst Continis Frau sagt, sie gehe mittlerweile von einem Selbstmord aus. Dafür erhält Jonas Brand aus dem Nichts die Unterstützung für sein „Montecristo“-Filmprojekt, das er vor langer Zeit eingereicht hatte. Max Gantenbein versucht Brand zu erklären, dass dies alles nur ein Ablenkungsmanöver sei. Er hat herausgefunden, dass Contini als Trader im Hochrisikobereich gehandelt und sich nicht an Regeln gehalten hat.

Brand interessiert sich nicht mehr dafür. Er lebt nur noch für sein Filmprojekt und geht nach Bangkok, um einen möglichen Drehort zu besichtigen. Er besucht ein Gefängnis, in dem ausländische Drogenhändler festgehalten werden. Wieder zurück im Hotel findet er per Zufall eine grosse Menge Kokain in seiner Kameratasche. Sofort entsorgt er das Kokain. Keine Sekunde zu früh, denn die Polizei stürmt sein Zimmer und such nach den Drogen. Etwas verwirrt ziehen sie wieder ab, da sie nichts gefunden haben. Jetzt ist auch Brand davon überzeugt, dass es sich bei der Unterstützung seines Filmprojekts um ein Ablenkungsmanöver handelt, denn die GCBS besitzt die Hälfte des Förderfonds, mit dem „Montecristo“ bezahlt wird.

3. Teil
Dennoch unternimmt Brand einen letzten Versuch, um herauszufinden, ob er mit seinem Filmprojekt tatsächlich nur ruhig gestellt wurde. Vom Chef des Förderfonds erfährt er, dass schon vor seiner Contini-Recherche über sein Filmprojekt entschieden wurde. Zufrieden führt er sein Filmprojekt weiter. Was er nicht weiss, ist dass der Chef des Förderfonds ebenfalls auf der Gehaltsliste der GCBS-Bank steht.
Brand gibt alle Infos zum Contini-Fall an Gantenbein weiter und kümmert sich um seinen Film. Einen einzigen Gefallen tut er Gantenbein noch: Er trifft sich mit einem ehemaligen Coromag-Mitarbeiter namens Takacs, der nur mit ihm sprechen will. Dieser erzählt ihm, dass er beobachtet hat, wie deutlich mehr Schweizer Franken gedruckt wurde als sonst. Da jedoch Noten mit denselben Ziffern gedruckt wurden, minimierte sich das Risiko, dass es auffällt, dass mehr Franken gedruckt werden. Brand gibt die Infos an Max weiter und der glaubt, dass dieses Geld dazu dienen soll, das Loch zu stopfen, das Contini verursacht hat. Brand erfährt zudem von seinem ehemaligen Bankberater Weber, dass die Banknoten in seinem Schliessfach durch eine Fälschung ersetzt worden sind. Kurz darauf stirbt Gantenbein bei einem Brand seiner Wohnung. Für Brand ist schnell klar, dass er zu nah an der Aufdeckung des grossen Skandals dran war.

Wenig später erhält er einen Dropbox-Ordner von Max. Dieser erklärt ihm in einem Video, dass er herausgefunden hat, dass Contini 10 bis 20 Milliarden in den Sand gesetzt hat. Zudem wollte er einen Brief an die Bankenaufsicht schicken, um diese darüber zu informieren, dass die GCBS seinen Verlust vertuschen will. Doch dann kam sein Tod dazwischen. Dann wird Brand von einer Frau kontaktiert, die ihm im Auftrag von Max ausrichtet, dass sein Film erst nach der Contini-Recherche gepusht wurde. Brand wurde also doch gekauft. Als er dann auch noch erfährt, dass seine Wohnung durchsucht und die Sicherungskopien der Daten von Max verschwunden sind, ist er sich endgültig sicher.

Mit der letzten Sicherungskopie, die er in seinem Büro versteckt hat, zieht er sich zurück. Er sagt niemandem, wo er ist und schneidet aus dem gesamten Material eine brisante Reportage. Diese lässt er verschiedenen TV-Stationen zukommen. Obwohl er die Zusicherung erhält, dass der Beitrag ausgestrahlt wird, erscheint dieser nicht. Brand erkennt, dass die Verschwörung der Bank gar bis in die Redaktionen der TV-Anstalten vordringt. Und schon bald ist auch seine Flucht beendet. Er wird von Marina verraten, gefasst und nach Bern gebracht. Dort weiht man ihn in die Verschwörung ein und erklärt ihm, dass durch die Ausstrahlung seines Beitrags der gesamte Finanzplatz Schweiz zusammenbrechen würde und dies auch gravierende Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft hätte. Brand kapituliert, wird Teil der Verschwörung und beendet seinen Film. Auch Marina hat er den Verrat verziehen.

Charakteranalyse
Jonas Brand: Er ist 38 Jahre alt und arbeitet als Videojournalist. Primär deckt er dabei People- und Promianlässe ab, was ihm eigentlich keinen Spass macht. Er träumt von seinem eigenen Film. „Montecristo“ heisst das Projekt und auch die Grundidee dafür steht bereits. Brand ist geschieden und seit sechs Jahre Single. Geld spielt für ihn bloss eine untergeordnete Rolle.
Die Beziehung zu Marina gibt ihm wieder Auftrieb. Mit ihr hat er wieder die Motivation, mehr zu arbeiten und seine Träume zu verfolgen. Sie ist begeistert von seinem Filmprojekt, dass er die Contini-Sache weiterverfolgt, gefällt ihr jedoch nicht. Obwohl Brand eigentlich alles dafür tun wollte, um ein respektabler Videojournalist zu werden und über relevante Themen zu berichten, lässt er sich am Ende unterkriegen und kapituliert.

Max Gantenbein: Ist eine Koryphäe des Wirtschaftsjournalismus. Er arbeitete lange beim Schweizer Fernsehen, seit dem Tod seiner Frau verwahrlost er jedoch zusehends und darf nicht mehr vor die Kamera. Obwohl er ein Messi ist, bleibt er ein brillianter Journalist, der immer noch viele Analysen für seine Kollegen schreibt. Er wittert im Fall von Jonas Brand sofort eine Verschwörung und will diese mit allen Mitteln aufdecken. Doch sein Engagement kostet ihn das Leben. Er wird von einem Handlanger der GCBS-Bank aus dem Weg geräumt – bei einem scheinbar selbst verschuldeten Wohnungsbrand. (fba)

2 Kommentare :

Thomas hat gesagt…

Gut geschrieben, vielen Dank

Anonym hat gesagt…

Sehr schöne Zusammenfassung. Der Wirtschaftsjournalist heisst jedoch Max Gantmann und nicht Max Gantenbein.
(Siehe Seite 55 im Buch).

Kommentar veröffentlichen